Mit den Vögeln im Aufwind
Den Segelflugplatz in Altlichtenwarth (Kennung: LOAR) im nordöstlichen Weinviertel gibt es erst seit sieben Jahren. Eigenhändig in die Wiese gemäht und ausgestattet mit allem, was ein Flugplatz so braucht, hat ihn eine junge Truppe Weinviertler Segelflieger. Hier wird auf Top-Gun-Gehabe verzichtet, die schicke Pilotenbrille ist ein unnötiges Accessoire. Das wirklich wichtige sind der Höhenmesser und ein Fallschirm.
Um den Flugplatz ziehen zahlreiche Wildvögel ihre Kreise. Die nahen Donau-March-Auen gehören zu den bedeutendsten Vogelschutzgebieten Mitteleuropas und beheimaten Flugkünstler, wie etwa Schwarz- und Weißstörche, Schwarzmilan, Kormoran und Seeadler. Da kann sich der Pilot was abschauen und auch das Ornithologenherz ohne Flugangst bekommt einen schnellen Puls. Mit ein bisschen Glück begleiten einen die Wildvögel in der Luft, der eine oder andere Adler sieht in Segelfliegern große Brüder im Geiste.
Ganz oben - der Segelspaß
Der Spaß am Flugsport steht in Altlichtenwarth ganz oben. Viele Menschen vom Fliegen zu begeistern, ist das Motto des Weinviertler Segelclubs. Es darf aber auch gerne mal ein Nachwuchs-Leistungspilot sein, der unter die Fittiche erfahrener Piloten genommen, und mit Fliegerlatein versorgt wird. Mein Pilot Helmut Höfinger ist immerhin Militärflieger-Veteran, bildete früher österreichische Saab-Militärpiloten aus und ist im Flugsportverein auch der Einzige, der sich eines nicht so schönen Flugtages per Schleudersitz zur Landung ermuntern musste. Als 15-Jähriger war er seinerzeit jüngster Flieger Österreichs. Und so wundert es mich nicht, dass ich beim KURIER-Testflug in Altlichtenwarth auch den aktuell jüngsten österreichischen Segelflugsportler mit Fluglizenz kennen lerne.
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