Schlacht der Schlachten: Spaniens "Tomatina"

Von wegen mit Essen spielt man nicht: Ende August färbt sich die spanische Kleinstadt Bunol rot, dann ist Zeit für "Tomatina", der weltgrößten Paradeiserschlacht.

Einmal im Jahr färbt sich das beschauliche Städtchen Bunol nahe Valencia in Spanien rot. Immer wenn im August eine der größten Schlachten stattfindet. Keine grausame - ganz im Gegenteil. Es ist Zeit für die "Tomatina", die größte Paradeiserschlacht der Welt. Zehntausende, überwiegend junge Menschen aus aller Welt kommen jährlich in die kleine Ortschaft, ... ... um sich gegenseitig eine Stunde lang mit Paradeisern zu bewerfen. Das rote Gemüse wird tonnenweise von der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt und mit Lkw angekarrt. Die Schlacht verwandelt die engen Straßen im Zentrum der 10.000 Einwohner zählenden Stadt in stellenweise knietiefe Seen von Paradeiserbrühe. Das diesjährige Paradeisspektakel hat am 31. August stattgefunden und lockte wieder rund 45.000 Menschen an. Meist sind es Touristen aus ganz Europa, Asien, den USA und Australien, die an dem traditionellen Event teilnehmen. Mittlerweile ist das berühmte Tomatenfest mehr als wertvoll für den Tourismus des kleinen Städtchens. Immerhin verfünfacht sich an diesem Tag die Zahl der Menschen in Bunol. Die "Tomatina" findet seit 1945 jährlich am letzten Mittwoch im August statt. Es heißt, dass die Ursprünge des Spektakels darauf zurückgehen, dass junge Leute in den 1940er Jahren einen Umzug mit Paradeisern beworfen hatten. Sie wollten damit dagegen protestieren, dass sie bei der Veranstaltung nicht mitwirken durften. Heute sind die Tomatenwerfer die Stars an diesem Tag und ... ... der politische Aspekt steht im Hintergrund. Es geht viel mehr einfach nur um den Spaß und das Vergnügen, sich in dem Tomatensaft zu wälzen. Die meisten Schlachtteilnehmer gehen mit nacktem Oberkörper in die Schlacht. Sie werden zudem angehalten, ... ... die Paradeiser vor dem Wurf zu zermatschen, um gröbere Verletzungen zu vermeiden. Empfehlenswert ist, alte Sachen anzuziehen und ... ... möglichst feste Schuhe zu tragen, um in der Tomatensoße nicht auszurutschen. Aber eigentlich ist auch das egal, so lange man nur halbwegs weich landet. Außerdem ratsam: Eine Schwimmbrille oder ähnliches, um die Augen vor der Säure der Tomaten zu schützen. Das kann wohl mit der Zeit ziemlich unangenehm werden. Vor allem, wenn man in dem Getümmel orientierungslos wird. Immer wieder gut: Eine Dusch- oder Badehaube, um zu vermeiden, dass die Paradeisersoße in die Ohren rinnt und die Haare komplett versaut. All jenen, denen die Geschosse beim Paintball spielen zu hart sind, sei die "Tomatina" ans Herz gelegt. Für kurze Zeit können hier mal Konventionen vergessen werden und ... ... kann stattdessen so richtig Sau rausgelassen werden. Wer einen Spanienurlaub in der Gegend rund um Valencia am Mittelmeer plant, sollte ihn möglichst in den August legen und ... ... unbedingt den 29. August 2012 rot im Kalender anstreichen.
(KURIER.at, apa / Sonja Grundtner, mich) Erstellt am
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