Neue Abenteuer in der Wachau
Wein, Wandern, Radeln, Donauschifffahrt und Scharen von Touristen – so kennt man die Wachau. Aber die weltberühmte Weltkulturerbe-Region zwischen Krems und Melk kann auch anders. Selbst für Wachau-Kenner gibt’s einige neue Abenteuer zu erleben – Highlights sind etwa Weingarten-Touren mit geländegängigen Segway-Rollern oder die Eselführerschein-Prüfung, bei der man herausfinden kann, wer da störrischer ist – der Vierbeiner oder der zweibeinige Eselführer. Ich habe die neuen Abenteuer getestet:
Eselei in Emmersdorf
Was Familie Schroll mit ihren neun Eseln anzubieten hat, ist für Kinder und Erwachsene eine Riesengaudi: Man lernt einiges über diese Tiere und darf bei der "Führerscheinprüfung" auf einem Geschicklichkeitsparcours unter anderem seine Eselsgeduld unter Beweis stellen. Hoher Fun-Faktor, für Erwachsene gibt’s Marillenschnaps, für Kids Marillensaft – aus eigener Produktion.
Kräuterfee von Weißenkirchen
Kaum zu glauben, was alles Essbares in der Wachauer Hügellandschaft wächst – weit mehr als der Wein! Kräuterexpertin Judith Ottmann lädt zu genussvollen Wanderungen durch die Weinberge und zum Verkosten ein – vom Wilden Hopfen bis zum Wermut. Enorm lehrreich.
Brot backen wie zu Omas Zeiten
Im Bäckereimuseum der Familie Stummvoll gehen die Uhren noch anders. In der entzückend nostalgisch eingerichteten Konditoreistube bäckt Opa Franz, mit seinen 92 Jahren unglaublich rüstig, genau so wie anno dazumal. "Ich verwende keine Backtriebmittel, da ist nichts maschinell, und da sind auch wirklich noch Gewürze und keine Aromastoffe drin." Wer will, kann die Prozedur mitmachen. Gebacken wird im Schau-Feuerofen.
Körperbetonte Weingarten-Tour
Wer einmal mit einem Segway-Roller gefahren ist, wird dieses angenehme Gefühl nicht mehr los: Diese Elektrofahrzeuge mit Weltraum-Technologie lenkt, beschleunigt und bremst man mit dezenten Körperbewegungen. Nach ein paar Minuten Einschulung fühlt man sich wie mit dem Roller zusammengewachsen. In der Wachau kann man neuerdings mit geländegängigen Segways durch die Weingärten rollen. Etwas wackelig, aber sehr spaßig. Dazu gibt’s viel Interessantes vom Winzer zu erfahren.
Winzer-Jause auf der Hütte
Wer sonntags durch den Spitzer Graben wandert, wird bei der Zornberghütte mit edlen Weinen und herrlichen Imbissen verwöhnt. Weingärtnerin Birgit Schneeweiss erzählt dazu einiges Wissenswertes – etwa dass die Weißwein-Qualitätsstufe "Steinfeder" seinen Namen vom gleichnamigen Gras hat. Wenn’s warm genug ist, stellt sie sogar Liegestühle auf. Sonnen mit Blick auf die Donau – das hat was.
Donau-Zeitreise
Nicht neu, aber spannender als man vielleicht vermuten würde, ist das Schifffahrtsmuseum in Spitz. Im barocken Ambiente eines ehemaligen Klosters erfährt man Spannendes über die Geschichte der Donauschifffahrt.
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