La Mamounia: Luxus in Marrakesch

Das Hotel Mamounia in Marokkos Traumstadt ist eine neu gestaltete Symbiose aus Orient und Top-Komfort.

Was für ein Glück, dass Prinz Mamoun so einen spendablen Vater gehabt hat. Sultan Sidi Mohammed Ben Abdellah schenkte dem lebenslustigen Prinzen im Herzen der marokkanischen Künstlerstadt Marrakesch einen Palast mit großem Lustgarten. Das war im 18. Jahrhundert. 300 Jahre später findet sich der KURIER-Reiseredakteur in der Prinzenrolle wieder – bei einem Blitzbesuch im La Mamounia, einem der wunderbarsten Luxushotels der arabischen Welt. Der Prinzenpalast präsentiert sich anno 2010 als Symbiose aus orientalischem Flair und zeitgemäßem Komfort für höchsten Ansprüche. Der französische Stararchitekt Jacques Garcia hat das Innenleben des Palasthotels während der dreijährigen Umbauarbeiten neu erschaffen: Aus dem Art-Déco-Tempel wurde ein Märchen aus tausendundeiner Nacht. Dieses Märchen beginnt am Flughafen von Marrakesch: Der livrierte Fahrer nimmt mir mein Gepäck ab, öffnet die Limousine, reicht Erfrischungstuch und Wasser. Sogleich startet auf dem Bildschirm ein einlullender Film mit Bildern von Marrakesch und dem Mamounia. Keine zehn Minuten später wird der Traum wahr: Durch den prächtigen Torbogen geht’s über einen Vorgarten zur Eingangshalle, wo eine Brigade von Serviceleuten bereit steht, um mir jeden Wunsch von den Lippen abzulesen. Doch ich bin zunächst damit beschäftigt, meine Augen an die dunklen Räume zu gewöhnen. Grell ist hier nichts, Diskretion geht über alles – ein Ruhepol für Betuchte, VIPs, die unerkannt bleiben möchten, aber auch für Honeymooners. Überall gibt’s verschwiegene Nischen. Wer nicht gesehen werden will, zieht die Vorhänge zu. Verspielte Details erwarten den Gast in jedem der 210 Zimmer, egal, ob Standard oder Suite: Marmorböden im Bad, Mosaike, ... ... feinste Teppiche, edles Holz, kunstvolle Intarsien, aber auch moderne Technik, die sich dezent in das stilvolle Ambiente einfügt.
Zum Beispiel gibt’s auf jedem Nachtkästchen eine Fernbedienung für Lichtspiele: Per Knopfdruck kann der Gast seine eigene Lichtstimmung zaubern – ohne jede Lampe einzeln aufzudrehen. Für sinnliche Erlebnisse sorgen duftende Rosen im Zimmer, aber auch eine Aro makreation aus Datteln, Zedernholz und Rosen.
Die Liebe zum Detail wird bei den Accessoires deutlich: Die Schreibmappe ist ebenso aus orangem Leder wie das Etui für die TV-Fernbedienung. Ein Gesamtkunstwerk, das sich auf den endlosen Gängen, in den Bars und der Lobby durchzieht – mit Mosaik-Laternen, Brunnen, Rundbögen, Innenhöfen. An den Wänden hängen Schwarz-Weiß-Fotos mit Motiven aus dem Alltagsleben von Marrakesch. Orientalische Traditionen sind hier erhalten geblieben, wie man wenige Hundert Meter vom Hotel entfernt in den Basaren und auf dem berühmten Platz der Gaukler, Djemaa el Fna, erleben kann. Eine Verbindung aus Tradition und Moderne zaubert im Restaurant Le Marocain der französische Sternekoch Fabice Lasnon.
Das Lokal ist in Separees unterteilt. Es ist so dunkel, dass ich die Speisekarte nur unter der Wandleuchte lesen kann. Die Karte lässt für Marokkofans keine Wünsche offen. Ein Gedicht: Lamm-Tajine, eine aromatische Zubereitung im gleichnamigen Tontopf. Für den Verdauungsspaziergang bietet sich der Garten an: Ein Paradies mit Palmen, Bananen, Oliven, ... ... geheiztem Pool, Tennisplätzen und Fitnesscenter mit Blick auf den Garten. Wer bei so viel Sport wieder Appetit bekommen hat, wird in einem entzückenden Pavillon mit feinsten Bäckereien verwöhnt. Doppelter Genuss: Die bunten Fenster erzeugen eine tolle Lichtstimmung. Ein wunderbares Refugium ist der neue Spa: Im Hamam (orientalisches Bad) kann man seine Haut mit feinsten Essenzen verwöhnen lassen. Danach fühlt sich der Prinz neu geboren und ist ganz von der Rolle.
(kurier) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?