Jahreswechsel mit Überblick

Auf Logenplätzen über den Dächern und Tälern Österreichs lässt sich das mitternächtliche Feuerwerk am besten beobachten. Und oft winkt auch hoch oben kulinarischer Genuss.


Wenn es in der letzten Nacht des alten Jahres langsam Mitternacht wird, zieht es viele Menschen in höhere Gefilde. Von oben lässt sich das bunte Spektakel einfach besser sehen - hier die besten Plätze in Österreich.  

Salzburg: Neujahrsfeiern in der Mozartstadt

Wer dem Treiben in der Stadt zum Jahreswechsel entgehen möchte, um das Neue Jahr in ruhigerer Atmosphäre zu begrüßen, sollte in der Nacht auf den 1. Jänner 2011 Salzburger Höhenluft schnuppern. Ob auf der Festung Hohensalzburg, im Stieglkeller auf dem Festungsberg oder im Restaurant m32 im Museum der Moderne auf dem Mönchsberg: Kulinarik-, Musik- und Partypangebote sorgen über den Dächern der Salzburger Altstadt für Feiern mit Ausblick. Tirol: Im Ötztal fährt die "Silvestergondel"

Große Party hoch oben: Von der Skiregion Hochötz in Tirol bringt am 31. Dezember die "Silvestergondel" Gäste hinauf zur Bergstation der Acherkogelbahn. Im Panoramarestaurant auf über 2000 Metern Seehöhe heißt es dann bei Live-Musik feiern bis in die Morgenstunden. Um Mitternacht geht’s hinaus auf die große Sonnenterrasse, um das Feuerwerk zu bewundern, das den Schnee in buntes Licht taucht. Die Silvestergondel ist übrigens ab 20.30 Uhr die ganze Nacht hindurch unterwegs. Osttirol: die Neujahrsnacht in St. Jakob

In der Silvesternacht unternehmen Gäste wie Einheimische in St. Jakob im Defereggental einen ganz besonderen Ausflug. Sie wandern die Bergstraße nördlich des Dorfs soweit hinauf bis die schneebedeckten Häuser unter ihnen liegen. Zum Aufwärmen bietet sich die Einkehr im Berggasthof Trojen an. Um Mitternacht ertönen die Glocken des Kirchleins und geben den Startschuss für ein großes Feuerwerk, das sich von der Bergstraße aus besonders eindrucksvoll präsentiert. Oberösterreich: am Linzer Hausberg

Schaulustige Linzer treffen sich am 31. Dezember kurz vor Mitternacht am Gipfel des Pöstlingbergs 250 Meter über der Stadt. Von diesem Logenplatz aus lässt sich beinahe jedes Feuerwerk in der Kulturmetropole bestaunen, dessen glitzernde, bunte Lichter sich im breiten Band der Donau widerspiegeln. Wer neben dem Ausblick auf die Linzer Skyline auch kulinarische Silvesterfreuden genießen will, kehrt im Pöstlingberg Schlössl ein. Im historischen Ambiente serviert das Team des Restaurantbetriebs ein Galamenü. Kurz nach Mitternacht tanzen die Gäste zu den Klängen des Donauwalzers im Biergarten des Schlössls ins Neue Jahr. Kärnten: Hinauf auf den Dobratsch

Für Villacher eignet sich in der Silvesternacht die Fahrt auf den Hausberg, dem Dobratsch. Zahlreiche Parkplätze entlang der Alpenstraße bieten einen tollen Blick auf die Stadt, sportliche Ski-Tourengeher können mit ihren "Brettln" auch bis zum Gipfel wandern. Wien: den Jahreswechsel auf der Wiese erleben

"Am Himmel" im 19. Wiener Gemeindebezirk verliert die Stadt langsam ihre Urbanität, um sie gegen die Natur des Wienerwalds einzutauschen: Eine weitläufige Wiesenfläche abseits der Höhenstraße tut sich da auf, auf der Sonntagsspaziergänger gerne vorbeischauen, um den Blick über Wien schweifen zu lassen. In unmittelbarer Nähe zum Baumkreis liegt das achteckige Café-Restaurant Oktogon, das am Silvesterabend zu einem Gala-Buffet bei Kerzenlicht einlädt. Uriger geht’s draußen auf der Wiese zu: Die Menschen, die in der Neujahrsnacht das Feuerwerk über Wien in der ersten Reihe erleben wollen, stärken sich in der Freiluftbar ab 23 Uhr mit Gulaschsuppe. 

Punsch und Feuerschalen halten innerlich und äußerlich warm. Und mit dem letzten Schlag der Pummerin erklingt am gesamten Himmel-Areal der Donauwalzer. Vorarlberg: den Jahreswechsel begießen am Hausberg von Dornbirn

Der Hausberg der Dornbirner, der 976 Meter hohe Karren, ist für Feuerwerks-Schaulustige der schönste Aussichtsplatz der Stadt. Mit der Karrenseilbahn geht es am 31. Dezember vom Tal in nur fünf Minuten hinauf zur Bergstation. 

Ein Gläschen Sekt oder Glühwein heißt die Hausberg-Besucher gegen 21.30 Uhr auf der Terrasse des Panoramarestaurants willkommen. Um Mitternacht erhellen die Explosionen der Feuerwerksraketen die verschneite Landschaft des Rheintals. Steiermark: Auf der Bratl Alm feiern wie die Bauern

Der Zeit voraus: Bereits am 30. Dezember lädt die Bratl Alm bei Wenigzell im oststeirischen Joglland zum "Bauernsilvester". Statt Sekt und Galamenü servieren die Wirtsleute Most und Stelze. Die musikalische Untermalung steuern die Musiker der "Steirerkrainer" bei. Dank der Lage auf 900 Metern schweift der Blick der Besucher über die Gipfel des Jogllands wie etwa das Stuhleck oder den Hochwechsel. Der Name der Bratl Alm, die vor fünf Jahren nach altem Vorbild aus Tannenholz im regionalen Stil erbaut wurde, leitet sich von den "Bratln" ab, die im Holzofen vor sich hin schmoren und zur Spezialität des Hauses zählen. Außerdem verstehen die Steirer unter "Bratln" auch das gemeinsame Musizieren, zum dem immer wieder Musiker in der Buschenschank zusammentreffen.
(KURIER.at) Erstellt am
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