Italien: Zeitreise in die Renaissance

Ende Juni findet in einer kleinen Stadt nahe dem Gardasee ein historisches Spektakel statt. Zu dieser Zeit haben hier Gaukler, Zauberer und edle Fräulein das Sagen.

Raue Schlägereien, irre Gaukler, Feuershows, viele kulinarische Köstlichkeiten - und das mitten in Italien. 

Wer, was, wie, wo? Das lesen Sie in dieser Bilderstrecke. Fangen wir von vorne an: 20 Kilometer südlich des Gardasees, auf einem der letzten Moränenhügel vor der Poebene, ist die kleine italienische Stadt Volta Mantovana zu finden. Es ist ein beschaulicher Ort, eine der Hauptsehenswürdigkeiten von Volta Mantovana ist der Palazzo Gonzaga aus der Mitte des 15. Jahrhunderten. Er diente zunächst den Marchesen von Mantua – Ludovico Gonzaga und Barbara von Brandenburg-Hohenzollern – als Sommerresidenz, ging dann aber in den darauffolgenden Jahrhunderten in den Besitz weiterer Adelsfamilien über. Seit rund 25 Jahren beherbergt er das Rathaus der Stadt. Soviel dazu und genug der Beschaulichkeit. Denn: Von 24. bis 26. Juni geht es hier rund. Im wunderschönen italienischen Garten des Palazzo und ... ...  in den Straßen von Volta Mantovana wird einmal mehr das Renaissance-Fest "Convivium Voluptatis" gefeiert. In diesem Jahr steht das rauschende Spektakel, das im Übrigen auf die Gonzaga zurückgeht, ganz im Zeichen des Mythos' von Orpheus und Eurydike. Es beginnt mit einem historischen Bankett am Freitagabend (Anmeldung erforderlich). Während sich die Gäste an lokaltypischen Speisen aus der Zeit der Renaissance gütlich tun können, ... ... wird die Theaterkompanie "Ordallegri" in Anlehnung an die bewegende Geschichte des unglücklichen Ehepaars ein magisches Schauspiel aufführen. Musik, pyrotechnische Elemente und ... ... viele mythische Figuren kommen dabei zum Einsatz. Am Samstag und Sonntag verwandelt sich der Garten in einen bunten Marktplatz. Kunsthandwerker, Marktschreier, ... ...  Kartenleger, Zauberer, ... ... Gaukler und viele mehr beleben dann den herrlichen Ort. Die ganze Zeit über können Gäste typische Köstlichkeiten aus Weinkeller und Speisekammer probiert werden. Wenn sich der Tag dem Ende neigt, haben abermals Fackeln ihren Einsatz. Für Unterhaltung sorgen Schauspiele und Stegreifkomödien,  ... ... und auch an Feuerwerken fehlt es nicht. Übrigens: Auch abseits des Festes gibt es einiges zu tun. Volta Mantovana liegt in großer Nähe zu der beliebten Fahrradstrecke Mantova-Peschiera. Der 37 km lange, größtenteils asphaltierte Radweg von der mantovanischen Provinzhauptstadt bis nach Peschiera am Lago di Garda ist Teil der europäischen Radfernroute EuroVelo 7 und verläuft über weite Strecken durch den wunderbaren Parco del Mincio. Er birgt keine größeren Schwierigkeiten in sich und ist demnach auch für nicht allzu geübte Radfahrer machbar. Um von dem berühmten EuroVelo 7 nach Volta Mantovana zu gelangen, muss man in Pozzolo in westliche Richtung abbiegen und einfach auf dem sogenannten Moränenkorridor weiterradeln. Von Volta Mantovana schließlich führt eine weitere Radstrecke wieder zurück auf den Hauptradweg, in den sie bei der zauberhaften Ortschaft Borghetto mündet.

(Bild: Convivium Voluptatis)
(KURIER.at) Erstellt am
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