Zu Gast bei Italiens Modegrößen

Bekannte Modemacher prägten die Region Emilia Romagna genauso, wie eine Reihe von individuellen Jungdesignern.
Ein zweistöckiges, helles Gebäude mit einem roten Ziegeldach und Palmen im Garten.
Eine Frau mit Hut sitzt neben einem runden Gestell mit hängenden Pflanzen.
Blick durch das Fenster in das Interieur des „Neirami Store“.
Eine Frau in extravaganter Kleidung steht neben einem Schrank, der mit Pflanzen bepflanzt ist.

„Ich möchte mit meiner Mode einen ethnischen Weg gehen, produziere keine Massen und verfolge auch keine Trends“, erklärt uns Laura Nardi in ihrem kleinen, aber feinen Store in der Via Porta Nova in Bologna. Die Universitätsstadt in der italienischen Region Emilia Romagna bietet nicht nur zahlreichen Modeunternehmen, sondern auch vielen jungen Designern einen kreativen Platz. Die heute 42-jährige Italienerin gründete ihr Label NeiRami vor zehn Jahren. Die Stoffe, die Nardi verwendet, sind Abfallprodukte von großen Fabriken. „So kann ich die Preise niedrig und die Qualität dennoch hoch halten“, sagt die gebürtige Toskanerin, die der Ausbildung wegen nach Bologna kam und der Liebe wegen blieb, mit einem Lächeln im Gesicht. Produziert wird in der eigenen Schneiderei mit acht Angestellten. Allerdings nicht nach Saison, sondern nach Kreativität. Wenn die Frau mit den strahlend blauen Augen eine Idee hat, setzt sie diese einfach um. Als typisch italienisch kann man ihren Stil aber nicht beschreiben. Die Modeschöpferin hat die avantgardistische Richtung eingeschlagen und hat sich damit sogar schon in Japan einen Namen gemacht, wo ihre Kleider ebenfalls in diversen Stores erhältlich sind.

Laura Nardi betreibt zwar noch kein Hotel, auf der beliebten Unterkunftsplattform airbnb vermietet sie aber ein schickes Apartment für bis zu vier Personen.

Die gebürtige Toskanerin ist in der Emilia Romagna mit ihrem Schaffen nicht alleine. Insgesamt ist Italien reich an Modegenies, aber vor allem die nördliche Region brachte einige der bedeutendsten Namen hervor: Niemand geringerer als Giorgio Armani wurde 1934 in Piacenza geboren.

Modische Hotellerie

Während der Modeschöpfer in Mailand seine neue Heimat fand, blieb Achille Maramotti, Gründer der Modegruppe Max Mara, mit seinen Fabrikationshallen in seinem Geburtsort Reggio Emilia. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch das erstaunlich preiswerte Max Mara-Hotel „Albergo delle Notarie“ mit 34 geräumigen Zimmern und Suiten.

Etwas weiter im Südosten liegt der beschauliche Ort Cattolica an der adriatischen Riviera. In dem kleinen Badeort nahe Rimini erblickte Modezarin Alberta Ferretti das Licht der Welt. Auch heute führt die Designerin ihr international erfolgreiches Label von der Ortschaft aus. Hier eröffnete sie im Jahr 2000 mit dem „Hotel Carducci 76“ ihre zweite Luxusunterkunft.

Hotel Carducci 76

Mehrere Liegestühle stehen am Rande eines türkisfarbenen Pools.

Ein Hotelzimmer mit einem Doppelbett und einem Schreibtisch.

Ein Zimmer mit Dachschrägen, dunklem Holzboden, einem Himmelbett und einem Schreibtisch.

Ein Wohnzimmer mit einem verzierten Holztisch und dekorativen Elementen.

Ein gemütliches Dachzimmer mit Sofa, Tisch und Dachfenstern.

Ein Badezimmer mit Badewanne, Waschbecken und Dachfenster.

Ein elegant gedeckter Tisch in einem gehobenen Restaurant.

Ein abendlicher Außenbereich mit Lounge-Möbeln und Blick auf einen Pool.

Ein Swimmingpool mit Liegestühlen auf einer gepflegten Rasenfläche.

Ein elegant eingerichteter Wohnraum mit hellen Möbeln und dekorativen Elementen.

Ein Hotelzimmer mit einem Doppelbett und dunklen Holzmöbeln.

Ein Hotelzimmer mit Himmelbett, Schreibtisch und großem Fenster.

Ein Schlafzimmer mit einem Bett und geöffneten Türen, die auf einen Garten führen.

Ein beleuchtetes Hotel mit Palmen und einem kleinen Wasserbecken in der Nacht.

Ein großes, beleuchtetes Gebäude mit Rasenfläche, einem Wasserfall und einer Statue im Vordergrund.

Ein Schlafzimmer mit einem Doppelbett, Nachttischen und einem Fernseher.

Ein Schlafzimmer mit einem Doppelbett und Blick auf ein Badezimmer.

Ein abendlicher Blick von einer Terrasse auf das Meer mit beleuchteten Tischen und Cocktails.

Schon beim Betreten des im asiatischen Stil gehaltenen Hotels durchströmt einen das Gefühl der inneren Ruhe. Der erste Blick führt direkt in den geometrisch gestalteten Innengarten. Die Zimmer sind in mehreren Stöcken um die kleine Oase angeordnet und verfügen teilweise über Terrassen oder Balkone mit Garten oder Meerblick. Am anderen Ende des Gebäudes befindet sich das Restaurant mit exquisiter Küche, sowie ein im leicht römischen Stil gehaltener Pool. Der unvergleichliche Ausblick auf den Strand verführt zum Träumen und lässt den stressigen Alltag weit hinter sich.

Italien als Accessoire

Ein Mann steht neben einer leuchtenden Neonreklame mit der Aufschrift „Buy Brandina The New Colored Bag“.
Nur wenige Kilometer nördlich des Hotels, in Riccioni, betreibt Designer Marco Morosini seinen „Brandina“-Store. Wie der Label-Name es schon sagt, stellt der quirlige Italiener Taschen aus dem robusten Stoff der belieben Strandliegen her. Ein besonders Detail neben dem nostalgischen Streifenlook, ist ein kleiner Plastikring. Dieser dient normalerweise zum Versteller der Brandina-Lehne und findet an jedem Taschen-Modell seinen Platz.

Anreise

Mit dem Auto: Autobahn A2 über A23, A4 und A13 bis Bologna. Fahrtzeit ab Wien ca. 7 Stunden.

Mit dem Flugzeug: Die Austrian Airlines fliegen direkt den Aeroporto Guglielmo Marconi bei Bologna an. Von dort aus geht es weiter mit dem Mietwagen.

Hotels

Bologna: www.airbnb.com oder Royal Hotel Carlton

Reggio Emilia: Albergo delle Notarie

Cattolica: Hotel Carducci 76

Auskünfte

Italienische Zentrale für Tourismus ENIT, Käntnerring 4, 1010 Wien, Tel: 01/505 16 39, www.enit.at

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