© /Hotel Carducci 76

Emilia Romagna
07/17/2015

Zu Gast bei Italiens Modegrößen

Bekannte Modemacher prägten die Region Emilia Romagna genauso, wie eine Reihe von individuellen Jungdesignern.

„Ich möchte mit meiner Mode einen ethnischen Weg gehen, produziere keine Massen und verfolge auch keine Trends“, erklärt uns Laura Nardi in ihrem kleinen, aber feinen Store in der Via Porta Nova in Bologna. Die Universitätsstadt in der italienischen Region Emilia Romagna bietet nicht nur zahlreichen Modeunternehmen, sondern auch vielen jungen Designern einen kreativen Platz. Die heute 42-jährige Italienerin gründete ihr Label NeiRami vor zehn Jahren. Die Stoffe, die Nardi verwendet, sind Abfallprodukte von großen Fabriken. „So kann ich die Preise niedrig und die Qualität dennoch hoch halten“, sagt die gebürtige Toskanerin, die der Ausbildung wegen nach Bologna kam und der Liebe wegen blieb, mit einem Lächeln im Gesicht. Produziert wird in der eigenen Schneiderei mit acht Angestellten. Allerdings nicht nach Saison, sondern nach Kreativität. Wenn die Frau mit den strahlend blauen Augen eine Idee hat, setzt sie diese einfach um. Als typisch italienisch kann man ihren Stil aber nicht beschreiben. Die Modeschöpferin hat die avantgardistische Richtung eingeschlagen und hat sich damit sogar schon in Japan einen Namen gemacht, wo ihre Kleider ebenfalls in diversen Stores erhältlich sind.

Laura Nardi betreibt zwar noch kein Hotel, auf der beliebten Unterkunftsplattform airbnb vermietet sie aber ein schickes Apartment für bis zu vier Personen.

Die gebürtige Toskanerin ist in der Emilia Romagna mit ihrem Schaffen nicht alleine. Insgesamt ist Italien reich an Modegenies, aber vor allem die nördliche Region brachte einige der bedeutendsten Namen hervor: Niemand geringerer als Giorgio Armani wurde 1934 in Piacenza geboren.

Modische Hotellerie

Während der Modeschöpfer in Mailand seine neue Heimat fand, blieb Achille Maramotti, Gründer der Modegruppe Max Mara, mit seinen Fabrikationshallen in seinem Geburtsort Reggio Emilia. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch das erstaunlich preiswerte Max Mara-Hotel „Albergo delle Notarie“ mit 34 geräumigen Zimmern und Suiten.

Etwas weiter im Südosten liegt der beschauliche Ort Cattolica an der adriatischen Riviera. In dem kleinen Badeort nahe Rimini erblickte Modezarin Alberta Ferretti das Licht der Welt. Auch heute führt die Designerin ihr international erfolgreiches Label von der Ortschaft aus. Hier eröffnete sie im Jahr 2000 mit dem „Hotel Carducci 76“ ihre zweite Luxusunterkunft.

Hotel Carducci 76

Schon beim Betreten des im asiatischen Stil gehaltenen Hotels durchströmt einen das Gefühl der inneren Ruhe. Der erste Blick führt direkt in den geometrisch gestalteten Innengarten. Die Zimmer sind in mehreren Stöcken um die kleine Oase angeordnet und verfügen teilweise über Terrassen oder Balkone mit Garten oder Meerblick. Am anderen Ende des Gebäudes befindet sich das Restaurant mit exquisiter Küche, sowie ein im leicht römischen Stil gehaltener Pool. Der unvergleichliche Ausblick auf den Strand verführt zum Träumen und lässt den stressigen Alltag weit hinter sich.

Italien als Accessoire

Nur wenige Kilometer nördlich des Hotels, in Riccioni, betreibt Designer Marco Morosini seinen „Brandina“-Store. Wie der Label-Name es schon sagt, stellt der quirlige Italiener Taschen aus dem robusten Stoff der belieben Strandliegen her. Ein besonders Detail neben dem nostalgischen Streifenlook, ist ein kleiner Plastikring. Dieser dient normalerweise zum Versteller der Brandina-Lehne und findet an jedem Taschen-Modell seinen Platz.

Anreise bis Auskünfte

Anreise

Mit dem Auto: Autobahn A2 über A23, A4 und A13 bis Bologna. Fahrtzeit ab Wien ca. 7 Stunden.

Mit dem Flugzeug: Die Austrian Airlines fliegen direkt den Aeroporto Guglielmo Marconi bei Bologna an. Von dort aus geht es weiter mit dem Mietwagen.

Hotels

Bologna: www.airbnb.com oder Royal Hotel Carlton

Reggio Emilia: Albergo delle Notarie

Cattolica: Hotel Carducci 76

Auskünfte

Italienische Zentrale für Tourismus ENIT, Käntnerring 4, 1010 Wien, Tel: 01/505 16 39, www.enit.at

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