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El Salvador
04/21/2014

Vulkane, Maya-Ruinen und das bunte Treiben der Latinos

Das kleinste Land Zentralamerikas ist touristisch nahezu jungfräulich. Auf Genießer und Entdecker wartet ein Mix aus Vulkanlandschaften, grünen und blitzblauen Seen, Urwald, Traumstränden sowie farbenfroher Kultur.

Die Behörden gehen auf Nummer sicher: Wer die Vulkane Santa Ana oder Izalco besteigen will, muss das in Begleitung zweier Polizisten machen, die auch gleich als ortskundige bergerfahrene Guides fungieren. Aber keine Sorge: El Salvador ist für Touristen nicht unsicherer als die anderen lateinamerikanischen Länder, wenn man sich an die Spielregeln hält (siehe Info).

So genießen wir mit Polizeibegleitung herrlichste Aussichten vom höchsten Vulkan El Salvadors, dem Santa Ana (2381 m). Mit dem Auto fahren wir zuvor auf den dicht bewaldeten Berg Cerro Verde, wo es auch ein Dorf mit Restaurant gibt. Ein serpentinenförmiger Pfad, der nach dem letzten großen Vulkanausbruch 2005 wieder geräumt und sicher begehbar ist, führt bis zum Kraterrand.

Dort ist das Panorama atemberaubend: Innen leuchtet smaragdgrün der Lavasee, auf der anderen Seite das tiefe Blau des Coatepeque-Sees, der sich von der grünen östlichen Hochebene bis zu den Lavafeldern unter dem Nachbarvulkan Izalco erstreckt. Der Vulkan-Nationalpark und die zweitgrößte Stadt, die ebenfalls Santa Ana heißt, sind Ausgangspunkt für weitere Entdeckungen. Die Stadt lockt zudem mit kolonialen Prachtgebäuden wie Kathedrale, Rathaus und Nationaltheater.

Bunte Hauswände

Entlang der „Flower Route“ leuchten in der feuchteren Jahreszeit zwischen Mai und November unzählige Blumen rosa, rot und gelb. Noch viel bunter ist das Dorf Ataco. Hier gibt es kaum eine Hauswand ohne fröhliche pastellfarbene Aquarelle. Durch die Kopfsteinpflaster-Gassen rattern Kübelwagen mit dröhnenden Lautsprechern, vorbei an urigen Bars, duftenden Kaffeehäusern und schattigen Parks mit tobenden Kindern – Zentralamerika pur!

Besonders stolz sind die Salvadorianer auf ihre „Maya Route“. Der archäologische Park „Joya de Cerén“ ist mit seinen – dank Vulkanasche konservierten – Ausgrabungen einfacher Maya-Dörfer UNESCO-Weltkulturerbe. Die Pyramide von Tazumal kann zwar mit den Riesenbauten in den Nachbarländern nicht mithalten, ist aber fast 3000 Jahre alt.

Erst vor Kurzem wieder besiedelt wurde ein weiteres Kleinod El Salvadors, der Ort Suchitoto. Von der kurzzeitigen Hauptstadt des Landes vor 500 Jahren wurde er während des Bürgerkriegs zur Geisterstadt. Nun, 20 Jahre später, mutierte Suchitoto zur kulturellen Metropole. Vom Kirchturm der Iglesia Santa Lucia hat man einen herrlichen Blick auf das kolonial-bunte Häuser-Puzzle und die begrünte Plaza mit Galerien und Bars. Vom obersten Ortsteil her duften die deftigen Fleischspieße der Parilladas, mit Panoramaterrassen über den riesigen Suchitlan-See, der fast bis zur Grenze von Honduras reicht.

Was wäre Zentralamerika ohne Traumstrände? Auch El Salvador kann solche aufwarten, obwohl es nicht an der Karibik, sondern am Pazifik liegt. Haushohe Wellen machen die Strände vor allem im Westen zu Hotspots für Surfer. Etwa im urigen, in einer Lagune gelegenen Fischerort Barra.

Urwald-Versteck

Daran schließt der Nationalpark „El Imposible“ („Der Unmögliche“) an, dessen dichte Urwälder sich bis zur Grenze Guatemalas erstrecken. Heute lässt sich das einst unbezwingbare Naturparadies mit geführten Wander- und Bootstouren erforschen. Diese bietet das exklusivste Strandhotel des Landes an: Die Öko-Lodge „La Cocotera“ mit seinen drei Pfahlbauten und herrlichen Suiten für maximal zwölf Gäste. Manager Ricardo zeigt uns den Garten, in dem streng biologisch Früchte, Salate und Gewürze angebaut werden. Ein Geheimtipp für Honeymooner!

Traumstrände

Für Schwimmer und Familien sind eher die Strände südlich der Hauptstadt, etwa die „Costa del Sol“, geeignet. An Wochenenden erlebt man hier salvadorianische Lebensfreude, mit viel Essen, Trinken und dröhnenden Latino-Klängen. Es gibt aber auch ruhigere Plätze abseits des Trubels, etwa im Resort Las Hojas, nur 20 Autominuten vom Flughafen entfernt.

Traumstrände unter Vulkanen findet man im Südosten bis zum idyllischen Golf von Fonseca mit vorgelagerten Inseln. Die Infrastruktur ist hier noch unzureichend, Individualreisende können aber problemlos Apartments mit Pool mieten.

In der Hauptstadt San Salvador wohnt man am besten an den Berghängen, nahe des stets präsenten, über der Stadt thronenden Vulkans El Boquerón. Eine Panoramastraße, an die sich Restaurants und Bars mit phänomenalen Ausblicken reihen, führt fast bis zum Gipfel. Im heißen und lauten historischen Stadtzentrum findet man die Highlights der Metropole: Kathedrale, Nationalpalast, Theater und die außergewöhnliche Kirche El Rosario. Von außen ähnelt sie einer verfallenen Fabrikshalle – das ist aber nur Täuschung. Die unzähligen Splitterungen der Glasfronten sorgen morgens und nachmittags für unbeschreibliche Lichteffekte im Inneren. Man muss eben in El Salvador immer genau hinschauen, um seine wahre Schönheit zu entdecken.

EL SALVADOR - TOURISM

Salvadoran villagers carrying baskets of fruit and

Trinkgeld, Dollar,

Vendor sells radish and lettuce to be used for Chr

A deportee eats lunch after arriving on an immigr

Images of famous people are displayed for sale in

A boy runs in the plaza outside the San Salvador M…

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