Flinke Kurven auf scharfen Kufen
Kekse, Punsch und Weihnachtsbraten. Um die kalorienreichen Genüsse der Weihnachtsfeiertage abzuarbeiten und die Kinder während der Ferienzeit zu unterhalten, heißt es jetzt: raus an die frische Luft und rein ins sportliche Vergnügen. Ob Eislaufen, Skifahren oder doch ins Hallenbad – die Auswahl ist groß. Der KURIER stellt die Hotspots des Landes vor. Den Beginn machen die besten Eislaufplätze der Hauptstadt; eine subjektive Auswahl.
Jugendliche in bunten Pullis ziehen ihre Runden, Kleinkinder klammern sich noch etwas unsicher an ihre Eltern – die Kunsteisbahn Engelmann auf dem Dach eines Hernalser Warenhauses ist gut besucht.
„Besonders beliebt ist unsere Eisdisco“, erzählt Christian Mecjr, Betriebsleiter beim Engelmann. Jeden Freitagabend gibt es Tanzmusik von Schlager bis Popmusik und Discolichter. Für die Anfänger wiederum gibt es kleine Fahrhilfen (leere Getränkekanister mit Lenkrad) um 3 Euro pro Stunde.
Zur Stärkung zwischendurch gibt es Pommes Frittes um 2,60 Euro für die Kinder, sowie Punsch oder Glühwein um 3,20 Euro für die Eltern.
Info:
Kunsteisbahn Engelmann
Syringgasse 6-14, 1170 Wien
Eintritt: (wochentags/Sa, So,Fei) Erwachsene 7/8 Euro, Kinder 2,50/3,50 Euro, Jugendliche 6/6,50 Euro
www.engelmann.co.at
Die ältesten Schlittschuh-Kufen waren aus Pferdeknochen. Ab dem 17. Jahrhundert gab es Kufen aus Stahl. Bis zum zweiten Weltkrieg sprach man nur vom „Schlittschuhlaufen“. Ursprünglich war das „Schleifen auf dem Eis“ auf zugefrorenen Teichen eine Männerdomäne.
Von der Darbietung amerikanischer Eistänzer in Wien begeistert, ließ Eduard Engelmann in seinem Garten eine Eisfläche aufspritzen. Sein Sohn Eduard Engelmann junior errichtete 1909 in der Syringgasse die weltweit erste Freiluft-Kunsteis-Anlage.
Eingebettet zwischen Stadtpark und Konzerthaus kann man auf dem Wiener Eislaufverein seit mehr als 100 Jahren Schlittschuh fahren. Mit seinen 6000 Quadratmetern zählt die Eisfläche im 3. Bezirk zu den größten Freiluftbahnen Europas. Fast die Hälfte der Besucher machen Schulklassen und Kindergartenkinder aus.
Am 1. Jänner ab 11 Uhr kann man zu den Klängen des Strauss-Festival-Orchesters auf dem Eis gleiten. Dann wird bereits zum zweiten Mal das Neujahrskonzert aus dem Konzerthaus übertragen. Wer eine Pause möchte, kann sich bei einem Orangenpunsch um 3,20 Euro aufwärmen.
Freitags gibt es Publikumsbewerbe im Eisstockschießen, Eiskunstlauf oder Penaltyschießen. Für Oldies-Fans spielt es Donnerstags „Das Wunschkonzert der 70er und 80er“. Und wem Eislaufen alleine nicht genug ist, den reizt es vielleicht, mit dem Eishockey-Stock den Puck ins Tor zu jagen. Der hauseigene Verein nennt sich Eislöwen. Zudem trainieren hier die Vienna Tigers und der Kids Icehockey Club.
Info:
Wiener Eislaufverein
Lothringer Straße 22, 1030
Wien
Eintritt (Mo–Sa/So): Erwachsene 7/8 Euro, Kinder 3/3,50 Euro, Jugendliche 6/6,50 Euro
www.wev.or.at
Etwas ungewohnt es ist im ersten Moment schon, mit den Schlittschuhen auf den Kunststoffplatten seine Runden zu drehen. Es braucht ein wenig mehr Druck beim Fahren, doch dafür wird die Hose nicht gleich nass, wenn man einmal hinfällt. Und das Wetter spielt auch keine Rolle mehr: Am Rand eines Kleingartenvereins in Wien-Döbling, zwischen Rodelberg und Kinderspielplatz, hat vor gut zwei Wochen Wiens erster Plastik-Eislaufplatz eröffnet. „Die Platten halten Temperaturen von minus 60 bis plus 60 Grad aus“, erzählt Chefin Anni Frank. Die Natureisbahn habe sich aufgrund der Wetterabhängigkeit nicht mehr rentiert – dank der Kunststoffplatten muss sie jetzt Schulklassen aus der Umgebung nicht mehr wegen zu hoher Temperaturen absagen.
Die Preise sind relativ günstig(4 Euro für Erwachsene, 2 Euro für Kinder) – „Wir haben in der Umgebung viele Familien; für die soll es leistbar sein, mit den Kindern herzukommen“, sagt Anni Frank. Wer lediglich das angrenzende Gasthaus besuchen will, braucht keinen Eintritt zahlen.
Info:
Happy Skate
Hintergärtengasse 1, 1190
Wien
Eintritt: Erwachsene 4 Euro, Kinder 2 Euro, Schuhverleih 2,50 Euro
Fläche: 400
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