Detailverliebt: Erkennen Sie die Klassiker?

Es soll Fanatiker geben die ein Auto am Rückspiegel, Kotflügel oder an seitlichen Lufteinlässen erkennen. Wie gut steht es mit Ihrem Detailwissen? Finden Sie es heraus, testen Sie sich.

Es gibt Menschen die sehen Details und erkennen das Ganze. So soll es Fanatiker geben, die ein Auto an Kleinigkeiten wie dem Rückspiegel, der Form des Kotflügels oder an seitlichen Lufteinlässen identifizieren können. Das ist im Alltag zwar ziemlich unnütz, aber um dem Stammtisch gehörig zu beeindrucken, reicht es. Also, wie detailverliebt sind Sie? Oder salopp gefragt: Wie viel Fanatiker steckt in Ihnen? Finden Sie es heraus und testen Sie ihr Autowissen:

Der italienische Hersteller steht auf die Farbe Rot. Doch zu welchem Modell gehören die seitlichen Lufteinlässe, die ein bisschen an einen Gemüsehobel erinnern? Richtig: Ein typischer Ferrari ist rot lackiert. Und die charakteristische Seitenpartie gehört zu einem Testarossa. Die Modellbezeichnung erinnert an die erfolgreichen Rennautos "Testa Rossa" der 1950er Jahre. Ihr Name wiederum bedeutet auf Deutsch so viel wie "Rotschopf". Auf welcher Motorhaube thront diese Lufthutze? Ein kleiner Tipp: Der Oldtimer war beliebt bei Ampel-Rennen ... Es ist freilich ein Amerikaner der hier auf dicke Hose macht. Genauer gesagt, ein Dodge Challenger. Das Sportcoupé wurde in den Jahren von 1969 bis 1974 und von 1978 bis 1983 gebaut. Häufige Gegner beim "Kick down" an der Ampel waren der Chevrolet Camaro und der Ford Mustang. Noch ein Italiener. Aber älter und günstiger. Der niedrige Preis und die hübsche Optik machten ihn zum "VW Käfer aus Turin". Aber wie hieß das Modell? Der Fiat 500 war bereits in den 1930er Jahren das wichtigste Modell von Fiat. Die italienische Firma schaffte es fast ein Jahrhundert lang, mit ihren Kleinwagen ganz vorne mitzumischen. Der 500 war auch der erste Wagen der einen Spitznamen erhielt: "Topolino" - das Mäuschen - nannte man ihn. Ob mit Vollausstattung und großem V8-Motor oder karger Inneneinrichtung und Reihensechszylinder - dieser Amerikaner ist Kult. Nur von welchem Modell ist die Rede? Der Ford Mustang ist nicht nur wegen seinem bullig-eleganten Auftreten ein Highlight der Automobilgeschichte, sondern auch weil sich jeder Käufer entscheiden konnte, welche Extras er sich leisten kann. Oder will. Mehr als nur "Auto", weil Kunst, ist dieser Insel-Export. Der Jaguar E-Type zählt zu den schönsten Autos die je gebaut wurden. Deshalb nahm das New Yorker "Museum of Modern Art" 21 Jahre nach Produktionsende einen blauen E-Type in seine Sammlung auf - die beste Auszeichnung für ein motorisiertes Kunstwerk. Shakespeare wusste: Ohne Julia bleibt Romeo ewig unglücklich. Welcher Hersteller nahm sich das zu Herzen und baute sich sein Glück? Die Guilia erblickte am 27. Juni 1962 das Licht der Welt und entwickelte sich zu einer der erfolgreichsten Modelle von Alfa Romeo. Die Liebe hielt bis 1978 - dann wurde die Baureihe eingestellt. Saß man in dieser Kuppel, dann war man der Zeit voraus! Ein kleiner Tipp: Am ersten Ausstellungstag gingen über 12.000 Bestellungen ein - ohne das ein einziger Kunde das Auto gefahren hätte. Der Citroen DS bezauberte die Messebesucher nämlich allein durch seine stromlinienförmige Karosserie und überzeugte im Alltag dank hydropneumatischer Federung mit himmlischen Fahrkomfort. Kein Wunder, nennt man das Auto doch auch "die Göttin". Nicht schön, aber technisch besser als jeder Golf GTI war dieser Wagen. Tipp gefällig? Der Rekord hält nach wie vor: Der Wagen gewann sechs mal in Folge den Rallye-Weltmeister-Titel. Das schaffte bisher kein anderer Hersteller: Der Lancia Delta war dank Allradantrieb und 280 PS auf Schotter und Asphalt unschlagbar. Schön war er allerdings nie. Oder doch? Auch bei diesem Fahrzeug von Lancia kann man sich streiten: Ist er schön oder hässlich? Der Lancia Stratos stammt aus der Feder von Bertone und wurde das erste Mal 1970 auf dem Turiner Autosalon präsentiert.

In den letzten Jahren ist es zunehmend still um die Marke geworden. Vielleicht erzeugt die Zusammenarbeit mit Chrysler neuen Aufwind. Der Werbeslogan "Quadratisch, praktisch, gut" passt nicht nur zu Schokolade, sondern auch zu diesem Offroader. Eigentlich ganz leicht, denn es kann sich dabei nur um ... ... den Land Rover handeln. Dabei war sich die britische Firma bei der Präsentation noch gar nicht sicher, ob der Geländewagen eine Käuferschaft finden würde. Wie bei Citroen wurden jedoch schon auf der Messe die Erwartungen übertroffen. Letztlich führte der "Landy" die Firma aus der wirtschaftlichen Krise. Obwohl dieser Wagen hunderttausende Buben- und Männerherzen schneller schlagen ließ, wird sein Name auch heute noch oft falsch ausgesprochen. Von welchem Supersportler ist die Rede? Der Lamborghini Countach ist laut und sieht böse aus. Jeder Ferrari wirkte neben dem Wagen gewöhnlich - das machte ihn zu einem der Trendsetter des Sportwagen-Designs.

Glaubt man den Italienern, dann leitet sich der Name "Countach" von einem Piemonter Dialekt ab. "Countach" rufen die Männer dort nämlich schönen Frauen hinterher ... Kein Macho-Gehabe kann man den Fahrern dieses Autos vorwerfen. Wirklich protzen kann man mit 16 PS nämlich nicht ... Dafür kann man aber vielleicht mit einen Zentner Kartoffeln oder einem Fässchen Wein beeindrucken. Angeblich forderte nämlich Citroën-Direktor Pierre-Jules Boulanger 1934 von seinem Konstrukteur André Lefèbvre, das diese Güter im Citroen 2 CV ohne Probleme zu transportieren sein müssen. Der Freistaat im Süden Deutschlands ist nicht nur für Weißwürste, Bier und Lederhosen bekannt. Stolz ist man auch auf seine Autos. So finden sich die Nationalfarben Blau und Weiß auch im Emblem von ... ... BMW. Der 635 CSi mit der typischen BMW-Schnauze und der filigranen Dachlinie ist unter Youngtimer-Freunden schon länger heiß begehrt. Auch weil der Innenraum mit dem fahrerzentrierten Cockpit einst Designgeschichte schrieb. Noch mehr Klassiker ist dieser Geselle aus Blech. Dieses Heck dürfte eigentlich jeder erkennen, ... ... wurden vom VW Käfer doch mehr als 21,5 Millionen Stück verkauft. Heute ist er der beliebteste Oldtimer in Österreich und Deutschland - führt als Nummer 1  die Zulassungsstatistiken an. Auch dieses Fahrzeug ist mittlerweile ein beliebter Oldtimer. Und der Kühlergrill mindestens so bekannt wie der Hintern des VW. Die Front gehört zu einem Mercedes /8 ("Strich Acht"), der die interne Bezeichnung W114 und W115 trägt. Die zeitlose Karosserie und die klare Linienführung war typisch Mercedes und stammt von Paul Bracq, der auch den BMW 635 CSi gezeichnet hat. Und noch ein Schwabe. Aber diesmal nicht mit Taxi-Optik, sondern im Sportwagen-Look. Erkennen Sie den Klassiker? Der Mercedes 190 SL zog nicht nur wegen seiner prominenten Besitzer (Grace Kelly, Frank Sinatra, Ringo Star, Toni Sailer, ...) in den Olymp der begehrtesten Oldtimer ein, sondern wurde auch von der Fachpresse für Verarbeitung, Fahrgefühl, Anmutung und Sicherheit gelobt. Diese Glaskuppel war erst vor wenigen Wochen auf KURIER.at zu sehen. Erinnern Sie sich noch wie der "Schneewittchensarg" offiziell heißt? Der Volvo P 1800 ES - auch bekannt als "Schneewittchensarg" - feiert heuer seinen 40. Geburtstag.

In den 1970er Jahren schätzte vor allem der gutbetuchte, britische Landadel, der in seiner Freizeit gerne golfen und jagen ging, das Steilheck-Coupé. Auch dieser Wagen ist Kult, nicht nur weil Mister Bean einen fuhr. Wirklich leicht, also wie heißt das Auto? Mini heißt der Kleine und spielte in mehr als zehn Filmen mit. Neben Rowan Atkinson vertrauten auch Bill Murray, Samuel L. Jackson, Matt Damon, Charlize Theron und die Beatles in ihren Filmen auf die Qualitäten des Briten. Klein, aber nicht niedlich ist dieser Wagen. Unter der Haube werkte nämlich ein Turbomotor und machte ausgewachsenen Sportwagen ordentlich Beine. Aber wie heißt er nochmal? Der Renault R5 Turbo war dank geringem Gewicht (ab 780 Kilogramm) und Turbomotor ein richtiger Porsche-Schreck. Die Beschleunigungszeit von 0 bis 100 km/h dauerte nur 6,9 Sekunden - das war lediglich 0,1 Sekunden langsamer als ein damaliger 911 SC. Auch diese Schnauze reihte sich bei den Ampel-Rennen neben Mustang und Co ein. Klarerweise auch ein amerikanisches Muscle-Car. Aber welches? Dieser Pontiac Firebird ist quasi der Urahn von K.I.T.T. - dem sprechenden Auto von Michael Knight. Der Wagen kam 1967 auf den Markt und gehört zu den berühmtesten Pontiac-Modellen. Mittlerweile ist die Marke Geschichte - der Mythos der Muscle-Cars existiert jedoch noch immer. Diese Frittentheke - wie Spoiler von den Bundesdeutschen auch genannt werden - steht bezeichnend für ein ganz bestimmtes Modell? Aber welches? Die vorne und hinten stark verbreiterten Kotflügel und der große Heckspoiler sind die typische Merkmale des Porsche 911 Turbo.

Und wie viel Fanatiker steckt in Ihnen? Reicht ihre Autokenntnis schon für einen Stammtisch-Applaus? Wenn nicht, einfach öfters im Motor Ressort auf KURIER.at vorbeischauen!
(KURIER.at) Erstellt am
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