Berlin – Liebe auf den zweiten Blick

Die deutsche Metropole kann selbst bei Schneegestöber mit angesagten Boutiquen, kulinarischen Schmankerln und einer neuen Wochenendresidenz überzeugen. Die Highlights eines Kurztrips.

Nun zugegeben, nach meinem ersten winterlichen Besuch in Berlin hätte ich nicht gedacht, dass ich so schnell wieder komme. Eiseskälte, Schneemaßen und Glatteis können bei mir einfach nicht punkten. Dennoch, jeder hat eine zweite Chance verdient – auch Berlin. Und ja, diesmal konnte mich die Künstlerstadt mit tollen Designerstores und dem zweiten "all seasons Hotel" überzeugen – selbst in der kalten Jahreszeit. Ein Spaziergang durch Berlin beim ersten Schneefall hat seinen Reiz, vor allem wenn man auf der Rosentahler Straße bereits die ersten Modeshops entdeckt. Vom Rosenthaler Platz aus sind Läden von deutschen Label wie "Who killed Bambi?", die meist zusätzlich die Ware anderer Jungdesigner führen, praktisch die Vorboten der ... ... Hackeschen Höfe. Das geschlossene Hofareal aus 1906 beherbergt neben einigen Shops Berliner Jungdesigner wie "Quasi moda" auch etliche Restaurants. Darunter das Oxymoron im Jugendstilhof. Das Interieur des Restaurants nimmt die zwanziger Jahre atmosphärisch auf und spielt mit dem Historischen. Es bietet eine gehobene italienisch-französische Küche mit gelegentlichen Ausflügen in regionale Besonderheiten des Kochens sowie eine breit gefächerte Weinkarte. Abends verwandelt sich das Oxymoron in einen angesagten Nachtclub. Eine weitere Sehenswürdigkeit Berlins – im Winter wie im Sommer -  ist das Szeneviertel Kreuzberg, hier residieren die meisten Künstler der Stadt. Meine Reisegruppe hatte die Ehre Einblick in das Leben und Schaffen des Malers Günter Scharein werfen zu dürfen. In einer großzügigen Altbauwohnung präsentierte er uns seine Werke und ... ... Technik, das Punktsystem. Abends lockt die Berliner Unterwelt – Bunker, Stollen und Brauereien aus dem 19. Jahrhundert, die von einem Verein entdeckt und wiederhergestellt werden. Darunter der OP-Bunker Teichstraße in Reinickendorf vor Berlin. Die Schutzräume wurden während des Zweiten Weltkriegs auf dem Gelände des Erwin-Lieck-Krankenhauses (dem späteren Humboldt-Krankenhaus) errichtet. Der Verein "Berliner Unterwelten e.V" setzte den Bunker wieder instand und konnte die OP-Räume detailgetreu nachstellen, selbst die originalen Lampen konnten – auf ebay – wiedergefunden werden. Natürlich muss man während eines Berlinaufenthalts auch wo übernachten, seit neustem kann man dies im weltweit 100. all season Hotel mitten im Herzen Berlins. Am 1. November öffnete das trendige Flagship Haus mit 145 komfortablen Zimmern auf sieben Etagen am Rosenthaler Platz seine Pforten. Um die typische Berliner Kultur zu reflektieren, wurden die öffentlichen Bereiche mit bunten Graffiti Elementen gestaltet. Beschilderungen sind im Berliner Dialekt gehalten und die Lobby ziert der Schriftzug Ich bin ein Berliner. Eröffnet wurde die stylische Location mit einer Garagen-Party inklusive Star-Gast: Der gebürtige Kärntner Robert Stadlober sorgte mit seiner Band Gary für Stimmung und ... ... zeigte sich über das neue Hotel in seiner Wahlheimat begeistert: "Ich bin heute zum ersten Mal in einem all season Hotel und ich muss sagen, mir gefällt der Style und der Preis. Als Künstler reist man viel, da sind einem schöne, günstige Hotels immer willkommen."

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(KURIER.at) Erstellt am
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