Traumziel Bahamas: Schon beim Anflug sieht man Bilder wie aus einem spannenden „Universum“-Film.

© © Juan Carlos Muñoz/Juan Carlos Muñoz/Buenos Dias

700 Inseln
01/01/2015

Bahamas: Ein Badetraum in Blau und Türkis

Rund 700 Inseln zur Auswahl, weiße und rosa Sandstrände, schwimmen mit Delfinen, Seelöwen und sogar Schweinen – der Inselstaat im Atlantik gilt zu Recht als Paradies für Badefans.

Eine Orgie von Türkis und Blau in allen Variationen, und immer leuchtend und glasklar.

Das Meer hat es mit den Bahamas gut gemeint. Schon beim Anflug über die flachen Sandbänke und weit vorgelagerten Riffe der zahlreichen Inselgruppen sieht man Bilder wie aus einem "Universum"-Film. Eine funkelnde Natur-Badewanne, eingefasst von weißem, oft auch rosarotem Pudersand.

Exumas

Schon James Bond wusste, wo er die Bösewichter am spektakulärsten jagt. Besonders gern tat er das auf den Exumas, einer rund 200 Kilometer langen Inselkette wie aus dem Bilderbuch. In der Thunderball-Grotte auf Staniel Cay kämpfte Sean Connery im Film "Feuerball" gegen die Kampftaucher des Bösewichts Largo, in "Sag niemals nie" war es neben Dauerfeind Blofeld wieder Largo, diesmal gespielt von Klaus Maria Brandauer. Wesentlich sanfter ging es dafür bei der ebenfalls hier gedrehten Hollywood-Romanze "Splash" zu, in der Daryl Hannah als betörende Nixe dem Meer entsteigt.

Wer sich mal selbst als Agent 007 fühlen will, kann das mit Schnorchel bewaffnet tun. Denn berühmte Film-Spots gehören zu den zahlreichen Attraktionen einer ganztägigen Motorbootfahrt entlang der Exuma Cays. Mit allem, was für die Bahamas typisch ist. Steelband-Rhythmen, die den heftigen Fahrtwind locker überdröhnen, ein Fisch-Barbecue, Schnorchelerlebnisse inmitten bunter Fischschwärme und Schwimmstopps an einsamen Sandbänken mitten im Meer, schon fast unrealistisch perfekt.

Das wissen auch viele Promis zu schätzen, die auf einer der angeblich 365 Inselchen der Exumas Villen oder Strandhäuser erworben haben. Und einige haben sich gleich eigene Inseln gekauft, um wirklich Ruhe zu haben, etwa Nicolas Cage, Johnny Depp, David Copperfield und Talkmasterin Oprah Winfrey. Wer sich auf welchem Anwesen erholt, wird zum Teil während der Bootstour gezeigt.

Stars fast zum Angreifen gibt es auf einer anderen Insel unweit davon. Dort teilen Hunderte von riesigen Leguanen einen Traumstrand mit den Touristen, die zu Besuch kommen. Ein bisschen Obst wird als Gastgeschenk erwartet. Mehr Mut braucht man auf Compass Cay, wenn man im klaren Becken neben der Bootsanlegestelle die Füße ins seichte Wasser baumeln lässt. Dort treiben sich ganze Rudel von Ammenhaien herum, die aber laut Guide gar kein Interesse an Menschenfleisch haben.

Swimming Pigs

Für viele der Höhepunkt der Bootstour ist aber der Stopp vor Big Major’s Cay. Kaum ankern wir vor einem der Traumstrände, wurlt es auch schon im Meer. Ausgesprochen kommunikative Lebewesen schwimmen uns entgegen, die rosa Spitzohren und den Rüssel aus dem Wasser gestreckt: Die berühmten "Swimming Pigs", die aus langer Erfahrung wissen, dass auf den Booten der Besucher die einen oder anderen leckeren Essensreste zu holen sind. Und mit Touristen um die Wette zu kraulen, macht ihnen offensichtlich auch Spaß.

Georgetown

Das ist die verschlafene Hauptstadt der Exumas, mit einer Kirche, einem Supermarkt, drei Souvenirläden und der Post als Hot Spots. Verschlafener geht es kaum, aber genau das macht die Bahamas so entspannend. Es sei denn, eines der zahlreichen Feste – meist verbunden mit einer großen Segelregatta – findet statt, dann wird es umso lauter. Auch kulinarisch wird man hier fündig. In den Restaurants der Hauptinsel, die sich entlang der Küste verteilen, gibt es die Spezialität Conch (Meeresschnecken) in allen Varianten. Natürlich neben frisch gegrilltem Fisch vom Allerfeinsten.

Nassau

Verkehrsnabel und Hauptstadt dieser Inselwelt ist Nassau auf New Providence. Mehr als zwei Millionen Kreuzfahrttouristen steuern sie jährlich an, dazu kommen Massen an amerikanischen Pauschalurlaubern, die auf der vergleichsweise kleinen Insel vor ihrer Haustür (Miami ist nur eine halbe Flugstunde entfernt) alles finden, was sie brauchen.
Zwei Brücken führen von Nassau nach Paradise Island, und dort steht das Nonplusultra des Wassersport- und Badeurlaubs: Das architektonisch sehr auffallende, pinkfarbene Wasserpalast-Hotelresort "Atlantis". Das "Atlantis Bahamas" war das Vorbild des in Europa viel berühmteren "Atlantis The Palm" in Dubai. "Once in a lifetime experience" heißt es in Prospekten des Resorts, das aus fünf riesigen Komplexen besteht, umgeben von echten und künstlichen Lagunen, Pools und weißen Stränden. Mittendrin: das größte Kasino der Karibik. Das Nonplusultra ist aber die Wasserwelt, Aquaventure genannt, die mehr als einen halben Quadratkilometer misst. Wenn man dem Kreischen folgt, kommt man bald zum Power Tower, Startpunkt von vier adrenalinfördernden Wasserrutschen. Eine davon, The Current, ist eine Meile, also mehr als eineinhalb Kilometer lang und unterhält die in Plastikschüsseln sitzenden Opfer mit Stromschnellen und sturmartigem Wellengang. Ein besonderer Kick ist auch die Rutsche vom Mayan Temple, wo man in einer engen Glasröhre durch ein Haifischbecken saust.
Durch Glaswände lassen sich in unterirdischen Tunnels, Lobbys und Restaurants nicht nur Hammer- und Riffhaie beobachten. Mantas, Stachelrochenrudel und Riesenschildkröten sind allgegenwärtig. Wer noch intimeren Kontakt mit Meeresbewohnern will, kann ins Wasser hüpfen und durch künstliche Riffe tauchen. Oder den Dolphin Cay besuchen, wo man mit Delfinen und Seelöwen spielen und schmusen kann.

Dass so viel Action nicht billig ist, liegt auf der Hand. Aber es muss ja nicht die Suite in der Brücke zwischen den Royal Towers sein, die 20.000 € pro Nacht kostet. Es gibt auch leistbare Zimmer, wobei die Restaurant- und Bar-Preise allerdings auch nicht ohne sind.

Wesentlich günstiger essen und feiern kann man gegenüber, in Nassau, eine Bootsfahrt um 3,30 € inklusive humorvollen Entertainments des Bootsführers, entfernt. Hier liegen alle Attraktionen eng beisammen, neben zuckerlfarbenen Häusern im Karibik-Stil auch so manche koloniale Prachtbauten. Nassau ist ein Shopping-Paradies, hier gibt es jeden Kitsch, T-Shirts ab 2,50 €, originelle Souvenirs (geflochtene Taschen) und natürlich auch guten Rum. Dass Nassau einst ein Dorado für Freibeuter war, ist im Museum "Pirates of Nassau" gut dokumentiert.

Nicht nur Piraten, auch Geheimagenten gefiel es in Nassau. James Bond war für fünf Filme hier. Auf der Rückfahrt nach Paradise Island sehen wir die älteste Bootshütte der Insel, die aber nach dem Oscar-gekrönten Film "Thunderball" wieder aufgebaut werden musste. Genau dort explodierte eines der Motorboote nach wilder Jagd auf dem Wasser – eine der berühmtesten Bond-Action-Szenen.

Nicht nur diese lockten Hollywood-Stars und Wirtschafts-Tycoons in die paradiesische Inselwelt im Atlantik, die ihresgleichen sucht.

Anreise, Angebot, Auskünfte

Anreise Am schnellsten mit British Airways über London und Miami (ESTA-Visum für USA!), aktuelle Preise auf www.britishairways.com

Reisezeit Dezember bis Mai mit 25 bis 30 Grad. Von Juni bis November schwül, außerdem Hurrikan-Gefahr. Achtung: März und April ist Springbreak, Tausende US-Studenten überfluten dann vor allem Nassau, was Preise und Lärmpegel enorm ansteigen lässt.

Feste Junkanoo: der bahamaische Karneval gehört zu den buntesten, schrillsten und fröhlichsten der Region. Er findet jedes Jahr vom Beginn der Weihnachtsfeiertage bis Neujahr statt. Vom 7. bis 9. Mai 2015 gibt es in Nassau die Junka Mania, bei der Straßenparade können auch Urlauber gegen Voranmeldung kostümiert teilnehmen. Anfragen an info@bahamas.at

Gesundheit Guter Sonnenschutz und Kopfbedeckung (kaum Schatten) sowie Spray gegen lästige Sandfliegen und ein Pulli für kühle Abende und Klimaanlagen gehören ins Gepäck.

Restaurant-Tipp Augusta Bay Hotel auf Exuma, gutes Strandlokal, nahe Georgetown. www.augustabaybahamas.com

Pauschalangebot TUI bietet Air-Berlin-Flüge, 1 Wo. N/F im 4*-Plus-Hotel Atlantis Beach Tower und Coral Towers (z. B. vom 21. bis 28.Februar 2015) p. P./DZ ab 2345 € an, www.tui.at. Verlängerungstage auf anderen Inseln kann man dazubuchen. Details im Reisebüro.

Auskünfte Bahamas Tourist Office in Deutschland, www.bahamas.de info@bahamas.de

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