Baden bei Wien: Natur, Kultur & Geschichte
Mit 360.000 Nächtigungen im Vorjahr ist Baden bei Wien das Flaggschiff unter den niederösterreichischen Tourismusgemeinden. Die Anziehungskraft ist vielfältig. "Es gibt hier schon einiges, das die Leute mögen", sagt Gerhard Tötschinger. Und der bekannte Schauspieler und Schriftsteller muss es wissen, schließlich lebt er seit 23 Jahren in einem schmucken Häuschen in Baden und genießt das Flair seiner Heimatstadt.
"Ich kenne Baden seit meiner Kindheit. Meine Großeltern hatten hier ein Sommerhaus", erzählt Tötschinger. Auf die Frage, was die Stadt so sehenswert mache, fällt ihm spontan "der Stadtgartendirektor und seine Truppe von Gärtnern", ein, denn "die halten den Kur- und den Doblhoffpark in Schuss und pflegen den wunderschönen Blumenschmuck. Wegen des Rosariums kommen die Leute extra hierher." Natur ist das eine, Kultur das andere. "Das Landestheater mit seinem Bemühen um das Musiktheater und die Kurkonzerte", fallen Tötschinger da gleich ein. Die Sommerarena huldigt der Operetten-Tradition und verzeichnet ausverkaufte Vorstellungen.
Große Namen
Kultur zeigt sich auch in den städtischen Museen: "Mein absoluter Geheimtipp ist das Kaiser Franz Josef Museum beim Kurpark. Ein schönes Plätzchen, wo ich gerne hinkomme und wo man auch gut einkehren kann", sagt Tötschinger. Geschichtsträchtig ist Baden ja schon. Der Vergangenheit und ihren großen Namen begegnet man auf Schritt und Tritt. Im Beethovenhaus etwa hat der berühmte Komponist Teile seiner "Neunten" geschrieben, das "Kaiserhaus" am Hauptplatz war die Sommerresidenz von Kaiser Karl I. in den letzten Jahren der Monarchie. Für Tötschinger, den "konstruktiven Kritiker" ist hier in der Präsentation noch viel Potenzial vorhanden, um vor allem internationale Gäste anzulocken.
Gerade im Sommer zeigt sich Baden aber auch von der sportlichen Seite. Das einzigartige Strandbad ist "eine bemerkenswerte Anlage, die für mich in der Jugend eine gewaltige Anziehungskraft hatte", meint Tötschinger. Sportlich her geht es aber auch auf der Trabrennbahn, wo "ich auch gerne und oft hingegangen bin", sagt der Wahl-Badener.
Sport hängt unmittelbar mit Gesundheit zusammen. Hier zeigt Baden als traditioneller und moderner Kurort seine Stärken. In den letzten Jahren hat sich die Stadt aber auch im Event-Tourismus etabliert. Alleine am Wochenende "Baden in Weiß" feierten 25.000 Menschen hier. Und Tötschinger hat noch einen guten Grund, um nach seinen zahlreichen Reisen gerne wiederzukommen: "Jedes Mal, wenn ich zurückkehre, ist die gute, durch den Wienerwald gefilterte Luft das Auffälligste. Baden hat eben Glück."
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