Autofahren rockt: Playlist für die Straße

Von "On the road again" bis "Highway to hell": Für Viele sind Autos mehr als bloße Maschinen. Sie sind ein Lebensgefühl, Ort der Liebe und Leidenschaft. Und deshalb Thema in unzähligen Songs.

Es ist eigentlich ganz einfach: Die richtige Musik im Auto, ist wie feinste irische Butter auf knusprigem Schwarzbrot. Schlichtweg genial. Es ist daher kein Wunder, dass sich viele Musiker dem Thema Auto widmen, ein bestimmtes Modell huldigen oder einfach nur darüber singen oder rappen, was man im Auto alles machen beziehungsweise treiben kann.

Eine Auswahl der besten Songs über und für die Zeit im Auto finden Sie hier. Ostbahn Kurti - 57er Chevy

Jeder hat seine Lieblinge. Ostbahn Kurti und seine Kombo huldigen mit ihrem Song "57er Chevy" dem gleichnamigen amerikanischen Oldtimer. "I leb mitn Rock and Roll. Glaub ma i leb ned allaa ...". Nein Kurti, allein bist du mit der Liebe zum Klassiker sicher nicht. Janis Joplin - Mercedes Benz

Ein Lied, ein Gebet. Wenn man Gott um etwas bittet, dann darf es ruhig etwas Besonderes sein. Auch Jahrzehnte nach der Veröffentlichung ihres Wunsches, kennt fast jeder den Song. Und die Meisten können ihn bis heute mitsingen: "Oh lord won't you buy me a Mercedes Benz. My friends all drive porsches, I must make amends ..." Die Vamummtn - Vamummtn foahn Cadillac

Die Welt liebt deutsche Autos, Wiener Slangster amerikanische Edel-Pickups. Die Mundartrapper "Die Vamummtn" fahren deshalb Cadillac - auch wenn sie irgendwann "10 Euro für an lita peckn". Tja, den "Bonznbuam is eben nix zu teia". Die Ärzte - Manta, Manta

Die Ärzte geben sich beim Auto patriotisch und huldigen, wie könnte es anders sein, einer deutschen Legende. Das Lieblingsauto der Punkband "heißt genauso wie der Fisch: Manta, Manta". Dass zwischen 1970 und 1988 gebaute Modell der Rüsselsheimer, war für Filme, Songs und vor allem für unzählige (schlechte) Witze über deren Besitzer verantwortlich. Ein Beispiel: Was ist das kleinste Teil am Manta? Das Hirn des Fahrers. War - Low Rider

Die Band War feierte mit dem Song "Low Rider" ihren größten Hit. Bekannt dürfte er den Meisten aus dem Film "Nur noch 60 Sekunden" mit Nicholas Cage und Angelina Jolie sein. In dem Streifen stimmen sich die Autodiebe auf ihren Beutezug ein, bei dem sie 50 Autos in einer einzigen Nacht stehlen wollen. Auch wenn man nicht kriminell ist, der Song empfiehlt sich als Stimmungsmacher. Canned Heat - On the road again

Den richtigen Stoff um sich den Frust von der Seele zu fahren liefern Canned Heat: "Well, I'm so tired of crying, but I'm out on the road again - I'm on the road again." Wer zu diesem Song auf die Tränendrüse oder das Gaspedal bis zum Bodenblech drückt ist selber schuld ... Kraftwerk - Autobahn

Die "Beatles der elektronischen Tanzmusik", wie die New York Times Kraftwerk einst bezeichnete, steuern für die Fahrt auf dem grauen Band mit den weißen Streifen und dem grünen Rand den entsprechenden Sound bei. Steppenwolf - Born to be wild

"Born to be wild" sorgt auch heute noch für Gänsehautgefühl. Der Titelsong für den Film "Easy Riders" machte die Band, die sich nach dem gleichnamigen Roman von Hermann Hesse benannte, über Nacht berühmt und lässt Steppenwolf wahrscheinlich in alle Ewigkeit weiterleben. Massive Töne - Cruisen

Wie alle haben auch die Massiven Töne keinen Bock auf Punkte in Flensburg. Sie "Cruisen" deshalb immer entspannt Richtung Sonne. Ob man nun BMW, BMX, einen Truck oder ein Dreirad fährt, für alle gilt: "Wir sind die Coolsten, wenn wir cruisen, wenn wir durch die City düsen, ..." Incubus - Drive

Auch Incubus fährt gerne durch die Gegend. Mit Drive schufen sie eine Hymne, die den Hörer auf alles vorbereitet, was das Leben so hergibt. Ganz nach dem Motto: "Whatever tomorrow brings, I'll be there..." Eric Clapton - Riding with the king

Eric Clapton fährt mit niemand Geringerem als dem König persönlich. Ob B.B. King, der ihn beim Song "Riding with the King" unterstützt hat, oder eine andere Hoheit gemeint ist, ist unklar. Clapton rät trotzdem nicht zur Contenance: "Every woman, child and man - get your caddilac and a great big diamond ring. Don't you know you're riding with the king?" Iggy Pop - Passenger

Dass man nicht immer selber am Steuer sitzen muss, zeigt Iggy Pop, der gerne einfach nur der Passagier ist. Bei seiner Drogen- und Alkoholvergangenheit war das über weite Strecken seines Lebens sicher auch besser so. Nelly - Ride wit me

Nelly fährt im Gegensatz zu Iggy zwar gerne selber, aber selten alleine. Zumindest lädt er die (weibliche) Bevölkerung gerne zur Mitfahrt und zu anderen Schweinereien ein. Roxette - Sleeping in my car 

Schweinereien haben es auch den Schweden angetan. Roxette fordern ebenso zur Mitfahrt auf, wollen dann aber doch lieber sofort die Klamotten loswerden, wie diese Textzeile beweist: "Sleeping in my car I will undress you sleeping in my car I will caress you staying in the back-seat of my car making up..." The Beatles - Drive my car

Auch wenn die Beatles sicher auch nicht abgeneigt gewesen waren, verpackten sie ihre Worte damals eleganter und forderten nur "Drive my car". Der Song von Paul McCartney  handelt von einem Mädchen, dass ein Filmstar werden will und sich deshalb gleich einen Chauffeur anstellt: "I got no car and it's breaking my heart. But I've found a driver and that's a start." Rammstein - Benzin

Auch bei der härteren Musikfraktion sind Autos ein Thema. Für Rammstein gibt es zum Beispiel nichts Wichtigeres als Benzin. Sei es bei ihrer Bühnenshow oder für das Auto - die Rocker verbrennen mit viel TamTam. Metallica - Fuel

Ähnlich Benzin-verrückt ist auch James Hetfield, der aus allen Kräften "Gimme fuel, Gimme fire, Gimme that which I desire" brüllt. AC/DC - Highway to hell

AC/DC brachten mit Highway to Hell Geistliche und andere Hüter der Moral auf 180 - auch wenn sie dafür wahrscheinlich niemals in die Hölle fahren. Chris Rea – Road to hell

Ein Song bei dem die Finger über das Lenkrad tänzeln und der Kopf zwangsweise nickt, lieferte Chris Rea im Jahr 1989: "This aint no upwardly mobile freeway. Oh no, this is the road. Said this is the road - this is the road to hell". Aber wer behauptet schon, dass man dem Fegefeuer nicht davonfahren kann ... Reinhard Fendrich - Zweierbeziehung/Autofriedhof

Für Autos bedeutet die Autobahn in die Hölle den Weg auf den Schrottplatz. Wie schmerzhaft die Beziehung zwischen einem Mann und seinem Auto enden kann beschreibt Reinhard Fendrich in "Zweierbeziehung/Autofriedhof". Nichts ist für die Ewigkeit, deshalb heißt es immer mal wieder Abschied nehmen. Da hilft es auch nicht, wenn man - laut Selbstaussage - den Gegenwert eines Ferraris in kristalliner Form in seiner Nase geparkt hat. Queen – I’m in love with my car

Auch Queen lieferten eine Hommage an die "machine of a dream". Der Song "I’m in Love with My Car" wurde vom Schlagzeuger Roger Taylor geschrieben und gesungen. Gewidmet ist der Titel ihrem Roadie John Harris, der ein Faible für Autorennen hatte. Jahre später verwendete ihn Jaguar für einige Werbespots. Eigenartig, denn die Textzeile "such a thrill when your radials squeal" passt nicht wirklich zum gediegenen britischen Gleiter …
(KURIER.at / Pascal Sperger, moe) Erstellt am
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