Ausflugtipp: Automuseum in Turin

Im "Museo Nazionale dell Automobile" in Turin sind nicht nur italienische Schmuckstücke auf vier Rädern zu bewundern.

Es wird kein Zufall sein, dass die automobil-verrückten Italiener ihr 150. Staatsjubiläum auch mit der Wiedereröffnung des Turiner "Museo Nazionale dell Automobile" feiern. Damit die 200 Ausstellungsstücke und das Museum wieder in neuem Glanz erstrahlen, wurden in den vergangenen Jahren rund 33 Millionen Euro in die Restaurierung und Erweiterung des Areals investiert.

Im Bild: Die Formel-Abteilung widmet sich der Faszination der Geschwindigkeit und zeigt Rennwagen im Wandel der Zeit. Für die Umgestaltung des nun 19.000 Quadratmeter großen Geländes waren der Architekt Cino Zucchi und der Filmset-Designer François Confino verantwortlich. Das Museum wurde bereits 1932 durch Biscaretti di Ruffia, der mit seiner Autosammlung den Grundstock legte, eröffnet. Der Mann war der Sohn eines der Gründungsmitglieder von Fiat, so verwundert es nicht, dass ... ... die eigentliche Faszination der Dauerausstellung von italienischen Klassikern, wie dem ... ... Fiat 500, der neben der Vespa längst zu einem Symbol des motorisierten Italiens geworden ist, ausgeht.

Im Bild: Der Fiat 500 gehörte einst Alessandro Pertini, dem 7. Staatspräsidenten von Italien. Unter den Exponaten finden sich jedoch auch ausländische Ikonen. Vom Trabi über den Citroen 2CV, bis zum berühmten Willys Jeep der amerikanischen Armee sind alle automobilen Besonderheiten vertreten. Die "goldenen Zwanziger und Dreißiger", die Aufbruchstimmung und die Lust an der Moderne wird greifbar, wenn man sich das Design der historischen Modelle von Rolls Royce, Isotta Fraschini, Diatto und Citroen betrachtet. Die Jahre zwischen 1920 und 1930 waren gekennzeichnet durch große soziale, finanzielle und politische Umbrüche. Nicht nur in Europa, sondern auf der ganzen Welt.

Die Abteilung "Tutto Cambia" (Alles ändert sich) widmet sich den Fahrzeugen die zwischen dem "schwarzen Donnerstag" 1929 und dem Ausbruch des ersten Weltkriegs eingeführt wurden. Dazu zählen unter anderem ein Mercedes Benz 500 K von 1936, der vor allem von der SS-Spitze und anderen Nazi-Größen geschätzt wurde oder ein 1932er Austin Seven, der als eines der ersten Autos gilt, die sich die breite Masse leisten konnte. Die italienische Design-Revolution manifestiert sich besonders in zwei Modellen: der 1948 gebaute Cisitalia 202 (der Wagen wurde nur vier Jahre nach Erscheinen ins New Yorker "Museum of Modern Art" aufgenommen) gehört wie der 1954 gefertigte Fiat Turbino (im Bild) zu den ersten Fahrzeugen, die dem barocken Autodesign ein Ende setzten.

Wer mehr über das Museum, die Ausstellungsstücke, Eintrittspreise und Anfahrt erfahren möchte, findet auf www.museoauto.it alle wichtigen Informationen.
(KURIER.at / spp) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?