Aus is'! Die schönsten Bilder vom Oktoberfest

Der goldene Herbst mit strahlendem Sonnenschein hat dem Münchner Oktoberfest einen großen Ansturm beschert. Impressionen von der Wiesn.

Überfüllte Zelte, brechend volle S-Bahn-Züge und Staus konnten die Besucher nicht abschrecken. Ein goldener Herbst mit strahlend blauem Himmel hat dem Münchner Oktoberfest einen Mega-Ansturm beschert. Rund 6,9 Millionen Menschen kamen zum größten Volksfest der Welt - das war sogar eine halbe Million mehr als bei der Jubiläums-Wiesn im vergangenen Jahr. "Diese Wiesn ist golden", sagte Festleiterin Gabriele Weishäupl am Montag zum Abschluss des Volksfestes. Es sei gekennzeichnet von "Wärme und Glanz". Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) sprach von einer "Traum-Wiesn". "Die Stimmung auf dem Oktoberfest war bis zum letzten Tag ganz hervorragend", so Ude. Besucher in Tracht machten einen wichtigen Teil des Fests aus. Wozu selbstverständlich üppige Dekolletés zählten. Nur bei der Schuhmode gingen die Meinungen weit auseinander: Von Trachtenmodellen über Ballerinen bis zu Sneakers und Flipflops war alles dabei. Insgesamt 7,5 Millionen Maß Bier rannen durch durstige Kehlen, knapp eine halbe Million mehr als im Vorjahr. Auch der Absatz an nichtalkoholischen Getränken stieg um acht Prozent. Die Besucher verspeisten 118 Ochsen und viele Tausend Hendl. Das Wetter ließ auch die Maßkrugdiebe übermütig werden. Doch die Wachen blieben wachsam. Rund 226.000 Krüge sammelten sie ein, 2010 waren es 130.000. Geld machten auch heuer wieder die Karikaturzeichner und ... ... Betreiber der vielen Fahrgeschäfte, ... ... die bis in die späten Abendstunden in Betrieb waren. Auf dem Münchner Oktoberfest 2011 durften natürlich auch die Pferde der Bierkutsche nicht fehlen, ... ... die zwischendurch für ordentlich Mist sorgten. Für ordentlich Stimmung - beziehungsweise Lärm - sorgten diese Herrschaften am letzten Tag des Oktoberfestes, ... ... es handelte sich dabei aber nicht etwa um irgendwelche Randalierer, sondern um Schützen, die traditionell die Münchner Wiesn mit Salutschüssen verabschiedeten. Das erste Wochenende der Münchner Wiesn:
Am 17. September wurde pünktlich um 12 Uhr Mittags das erste Fass Bier angezapft. Zwei Schläge benötigte der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) dazu. Damit war die größte Bierwiesn der Welt eröffnet.

Im Bild: Wiesn-Schönheiten. Anfangs spielte das Wetter nicht ganz mit. Dennoch hielt das schlechte Wetter die Menschenmassen nicht davon ab auf die Wiesn zu strömen. Schon vor der offiziellen Eröffnung wurden manche Bierzelte wegen Überfüllung geschlossen, die Ordner hatten alle Mühe, die Massen in Schach zu halten. Auch die ersten Bierleichen gab es sehr schnell. Bereits drei Stunden vor der offiziellen Eröffnung schaffte es ein 20-Jähriger nicht mehr ins Zelt: Grund Alkoholvergiftung. 

Dies möchten wir den Herren auf dem Bild nicht unterstellen, denn: Keine Wiesn ohne Rast. Nach ausgiebigen Biergenuss gehört ein Schläfchen fast schon zum guten Ton. Viele Gäste kamen schon um 6.00 Uhr zum Festgelände, um sich einen Platz in einem der Bierzelte sichern. Samstag Mittag dann die Eröffnung: Zwei Schläge mit fester Hand von Oberbürgermeister Christian Ude. Nach einem kräftigen "O'zapft ist" reichte Ude die erste frisch gezapfte Maß dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (rechts, CSU), um mit ihm auf eine friedliche Wiesn anzustoßen. In diesem Jahr war das Treffen der beiden Politiker mit besonderer Spannung erwartet worden, da Ude bei der kommenden Landtagswahl 2013 gegen Seehofer antreten will. Seehofer betonte aber unmittelbar vor Festbeginn im Bayerischen Rundfunk: "Die Wiesn ist traditionell eine politikfreie Zone und so wollen wir es auch halten." Ein Politikum ist dagegen traditionell der Bierpreis: Dieses Jahr kostet die Maß erstmals mehr als neun Euro. Traditionell fanden sich auch heuer wieder viele Prominente auf der Wiesn ein. Boris Becker samt Gattin Lilly kamen perfekt gekleidet: in Tracht. Auch Filmstar Jürgen Prochnow besann sich seiner deutschen Wurzeln und reiste mit Begleitung zum Oktoberfest. Wie jedes Jahr zu bewundern: Die Kellnerinnen, die schier unglaubliches leisten. Sehr wichtig ist das richtige Outfit: Lederhosen und ... ... Dirndl.  Spezielles Accessoire: Herzkette und natürlich Dekolletee. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden heuer noch einmal verstärkt. Erstmals schirmen knapp 200 Betonpoller das Volksfest gegen mögliche Terror-Anschläge per Fahrzeug ab, rund 500 Polizeibeamte sind im Einsatz. Außerdem sollen drei Sperrgürtel für Sicherheit sorgen. Eine konkrete Bedrohung gibt es aber nicht. Für Raucher haben die Wirte wegen des strikten Rauchverbots extra Balkone und Freiflächen eingerichtet. Rund sechs Millionen Besucher aus aller Welt werden an 17 Festtagen erwartet. Da der Feiertag zur Deutschen Einheit am 3. Oktober am Montag angehängt wird, können die Wiesn-Fans einen Extra-Tag trinken und feiern. 2010 kamen zum 200-jährigen Jubiläum des Volksfestes rund 6,4 Millionen Menschen und tranken rekordverdächtige sieben Millionen Maß Bier. Außerdem verspeisten die Besucher 117 Ochsen, 59 Kälber und hunderttausende Hendl. Ob es auch heuer soviel wird, darf derzeit noch bezweifelt werden. Denn bereits am ersten Tag des 178. Oktoberfestes wurde weniger als im Vorjahr verzehrt. Weniger als eine Million Maß rannen durch durstige Kehlen. Auch gegessen wurde weniger, trotzdem schafften es die Besucher insgesamt unter anderem neun ganze Ochsen zu verspeisen - an einem Tag. Mahlzeit! Angesichts solcher Bilder aus dem Bierzelt ist es jedoch nur schwer vorstellbar, dass weniger Maß getrunken wurden. Diese Herren hatten ihren Krug jedenfalls fest in der Hand, ... ... und auch den Damen schmeckte es. Zu späterer Stunde, vielleicht aber auch schon am Nachmittag mussten sich diese Wiesen-Schönheiten ausrasten. Abseits von dem Trubel in den Zelten fanden sich auf der richtigen Wiesn auch einige Liebespaare. Am Samstag auch kein Problem, denn da spielte das Wetter mit, doch ... ... am Sonntag sah die Welt am Oktoberfest anders aus. Regenschirme verkauften sich wohl besser als Brezeln. Daher ließ auch die Besucherzahl zu wünschen übrig. Das erste Wochenende blieb nach Schätzungen unter einer Million Besucher. Bleibt für die Veranstalter zu hoffen, dass sich das Wetter bessert. Eines ist jedenfalls sicher, den zukünftigen Maßtrinkern gefiel der Trubel. Zünftig nicht nur das Essen, sondern auch die musikalische Begleitung. Bestens kam der nostalgische Festbereich der "Oidn Wiesn" an. In den Festzelten konnten die Gäste bei traditioneller Blasmusik entspannt feiern und tanzen. Wie bereits erwähnt, wesentliches Merkmal der Festbesucher: die Tracht. Oberbürgermeister Ude bekam eine schwarze Nase. Warum? Das weiß nur er und der Clown. Der Preis für den schönsten Rauschebart geht an diesen Herren. Natürlich geht es nicht nur ums Trinken. Spaß abseits der Bierzelte hatten die kleinen und großen Wiesnbesucher beim Karussell und den anderen Attraktionen. Auch die Vierbeiner besuchten die Wiesn: Hund Tiffany kam in Trachtenhosen. Ebenso wie diese Besucher. Hopp auf zur Wiesn! Bleibt zu hoffen, dass am Ende nicht alle blau sind!
(KURIER.at / cs, lyk, apa) Erstellt am
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