Armenien: Längste Seilbahn der Welt eröffnet

Seit wenigen Tagen können Passagiere die 5,7 Kilometer lange Verbindung über die Worotan-Schluchten zurücklegen. Plus: Die spektakulärsten Seilbahnen der Welt.

Im Süden Armeniens ist die längste Seilbahn der Welt eröffnet worden: Seit wenigen Tagen können die Passagiere mit der 5,7 Kilometer langen Verbindung in elf Minuten die Strecke vom Dorf Halidsor über die spektakulären Worotan-Schluchten bis zum historischen Tatew-Kloster zurücklegen. Die erste offizielle Fahrt absolvierte der armenische Präsident Sersch Sarkissjan gemeinsam mit dem Oberhaupt der armenisch-apostolischen Kirche, Karekin II. Die bisher längste Seilbahn der Welt mit 4,3 Kilometern ist im US-Bundesstaat New Mexico in Betrieb. Durch die neue Gondelbahn in Armenien kann nun das aus dem neunten Jahrhundert stammende Tatew-Kloster das ganze Jahr über besucht werden. Das Kloster ist nicht nur von großer religiöser Bedeutung, sondern wird auch zu den wichtigsten Touristenattraktionen in der früheren Sowjetrepublik im Kaukasus gezählt. Die Bewohner der Region erhoffen sich durch die umgerechnet 13 Millionen Euro teure Gondelbahn einen Aufschwung für das Tourismusgeschäft. Schwindelfrei sollte man für diese Fahrten schon sein: Die spektakulärsten Seilbahnen der Welt sind nichts für schwache Nerven. 

In China, in der Provinz Hunan, befindet sich der Berg Tianmen. Man muss ihn nicht unbedingt zu Fuß besteigen oder die kurvige Serpentinenstraße nehmen - auch eine steile Seilbahn führt auf ihn hinauf. Weiter geht die Reise nach Venezuela, in die Hauptstadt Caracas. Die City liegt in der Nähe der Küste, in einer Höhe von 800 Metern - was für ein angenehmes Klima sorgt.

Gemäßigte Temperaturen sind dann auch gut geeignet, um die aufregende Fahrt in der Seilbahn von Caracas zu überstehen. Diese führt direkt über die Stadt und hinauf auf den "Avila", einen rund 2600 Meter hohen Berg, wobei für die Bahn bereits auf 2100 Metern Höhe Endstation ist. Im Ort Fuente Dé in Nordspanien startet diese steile Bergbahn - eine angenehme Art, den Nationalpark Picos de Europa zu erreichen. Etwas Zeit sollte man für die Fahrt von Mérida (Venezuela) auf den Pico Espejo einplanen. Bis man auf 4765 Metern Höhe aussteigen kann, vergeht nämlich eine Stunde. Drei Unterbrechungen sorgen dafür, dass sich Touristen an die Höhenverhältnisse gewöhnen können. Eine der berühmtesten Fahrten der Welt führt auf den Zuckerhut von Rio de Janeiro. Diese sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Auf "Monkey Island" in China kann man Affen in freier Wildbahn beobachten. Außerdem gibt es diese vergnügliche Seilbahn. Die "Ulriksbanen" führt als Luftseilbahn auf den Gipfel des Ulriken (Norwegen). Bekannt ist das Gefährt auch unter dem Namen "Bergener Hochfjellseilbahn". Die Hafenseilbahn von Barcelona führt von der in 57 Metern Höhe am Hang des Montjuïc gelegenen Station Miramar über die 119 Meter hohe Torre Jaume I zur 86 Meter hohen Torre Sant Sebastià. 

Die fast genau auf halber Strecke stehende Torre Jaume I war die höchste Seilbahnstütze der Welt - bis 1966, als die Gletscherbahn Kaprun III gebaut wurde. In der Schweiz befindet sich eine der weltweit längsten Gondelbahnen. Die Männlichenbahn verbindet den Ort  Grindelwald-Grund mit dem Berg Männlichen, die Fahrt dauert rund eine halbe Stunde. Der "Genting Skyway" in Malaysia ist für seine Schnelligkeit berühmt und zählt zu den flottesten Gondeln der Welt. Binnen kürzester Zeit geht es von der Stadt Gohtong Jaya auf einen 2000 Meter hohen Berg, in die "Stadt der Unterhaltung". Wohl bequemer, als durch den dichten Dschungel zu stapfen. Man glaubt es kaum, aber Indien hat tolle Skigebiete. Die Abfahrten unterhalb des Apharwat-Gipfels gehören zu den spektakulärsten der Welt. 
Die Bergstation liegt auf etwa 4000 Metern, vom Tal Gulmarg führt eine sehr steile Gondel hinauf.
(KURIER.at) Erstellt am
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