Apulien, der Garten Italiens

Die Region am Stiefel-Absatz ist reich an Natur- und Kunstschätzen, dazwischen gedeiht auch noble 5*-Wellness.

Finis terrae – das Ende der Welt, nannten die Römer den südöstlichsten Teil Italiens, das heutige Apulien (ital. Puglia). Eine magische Region, die sich entlang des Stiefelsporns vom gebirgigen Gargano am Adriatischen Meer bis zur Halbinsel Salento am Absatz des Stiefels erstreckt, wo Adria und Ionisches Meer ineinanderfließen. Erster Eindruck: das "Ende der Welt" kann der Anfang einer Liebe zu einer der abwechslungsreichsten und authentischsten Regionen Italiens werden. 800 Kilometer Küste mit weißen Stränden, kleinen Buchten, bizarren Grotten bis hin zu fjordarti gen Felsformationen umspült vom Meer, das hellblau bis smaragdgrün blitzt, lässt selbst Italienkenner staunen. Ähnlich vielfältig und charmant auch das Landesinnere. Die Apulier nennen ihr Land nicht ohne Stolz den "Garten Italiens". 30 Millionen bis zu 2000 Jahre alte Olivenbäume, Tomatenhaine, Granatapfelplantagen und weite Felder voll mit Thymian, Rosmarin und Lavendel machen die Landschaft zu einem mediterranen Gemälde mit grellen Klecksen. Der Van rollt gemächlich durch das Valle d’Itria über die Apulische Weinstraße hinauf ins alte, romantische Städtchen Cisternino, das als einer der schönsten Orte Italiens gepriesen wird. Die weiß gekalkten Häuser mit der ummauerten Altstadt erinnern an eine schlichte Filmkulisse aus Cinecittà-Zeiten. 10 Kilometer weiter, ebenfalls in der Provinz Brindisi, lädt Ostuni zu einem Besuch. Schon von Weitem strahlt die "weiße Stadt", in der aus dem Labyrinth von engen Gassen und steilen Stufen die spätgotische Fassade der Kathedrale Santa Maria Assunta ragt. Apulien ist so reich an Kunstschätzen, wie beispielsweise Lecce mit seinen beeindruckenden Barockbauten, dass eine Reise gar nicht ausreicht, um die Pracht der historischen, meist romanischen Architektur erfassen zu können. Alter apulischer Baustil in neuer Interpretation tut sich in diesem traditionsreichen Landstrich nahe dem Küstenstädtchen Savelletri auf. Dort bietet seit Frühjahr 2010 das 5*-Spa-Resort Borgo Egnazia, aus honigfarbigem Sandstein der Gegend gebaut, exklusiven Komfort. Und nur einen Katzensprung entfernt, lässt sich auf dem selektiven 18-Loch-Golfplatz San Domenico nobel abschlagen. Die Innenarchitektur des Resorts stammt von Pino Brescia, einem gebürtigen Apulier. Er hat die 63 Zimmer im Hauptgebäude, die familienfreundlichen Häuser des Borgo Village und die exklusiven Villen samt Privatpool mit viel Liebe zum Detail ausgestattet und damit eine Atmosphäre der unaufdringlichen Eleganz, gepaart mit legerer italienischer Leichtigkeit, geschaffen. Mitte Oktober wird das Highlight der Anlage, der Vair Spa, offiziell eröffnet. Für die traditionellen Entspannungsmethoden wird alles Gesunde an Kräutern, Ölen und Aromen verwendet, das im großen, bunten Garten der Weinstraße wächst. Schon das Entrée mit indirektem Licht und dezenten Weißtönen versetzt den Gast in einen Zustand der Ruhe und des
Durchatmens. Barfuß und in fließende Gewänder gehüllt, empfangen die Damen an der Spa-Rezeption ihre Klientel. Nichts passiert schnell, und langsam macht sich das Gefühl breit, den Alltag vor dem Eingang abgelegt zu haben. Hinter Namen wie Abbell Bel (langsam, langsam), Amaur (Liebe) und Kiuv (es regnet), die aus früheren Dialekten Apuliens stammen, verbergen sich Gesichts-Behandlungen und Massagen, die einen in eine Welt vollkommener Entspannung abtauchen lassen. Herzstück ist der große Innenpoolbereich, der den antiken römischen Badehäusern mit verschiedenen Temperaturzonen in Tepidarium (Wärmeraum), Caldarium (Hitzeraum) und Frigidarium (Kälteraum) nachempfunden wurde. 14 Behandlungsräume, eine Spa-Suite mit Garten, Dampfraum, eine apulischen Sauna (mit Meersalz und Basilikum) sowie die Social Suite für Maniküre und Pediküre erfüllen den Anspruch, den Spa-Managerin Patrizia Boroli stellt: "Wir wollen nicht anders sein, wir sind apulisch." Auch jenseits des Golfplatzes wohnt sich’s fein, wenn auch ganz anders. Nicht nur Golfer schätzen die jahrhundertealte Masseria Cimino (www.masseriacimino.com), ... ... die von außen einem burgähnlichen Bauerngehöft gleicht, innen aber gepflegten Komfort in 15 geschmackvoll eingerichteten Zimmern – teilweise mit Blick auf die Ausgrabungen des einstigen Egnatia – bietet. Zwischen 15. und 17. Jh. dienten Masserien Großbauern und Gutsherren als Domizil. Info

Anreise z. B. mit Alitalia via Rom nach Brindisi oder Bari. www.alitalia.com

Borgo Egnazia 
Das 5*-Spa-Hotel bietet 63 Zimmer im Haupthaus sowie 92 Zimmer /Suiten im Borgo Village (für Familien geeignet) und 28 Villen mit Privatpool für bis zu sechs Personen. Weiters drei Pools, drei Tennisplätze, Felsstrand mit Beachclub, 18-Loch-Golfplatz, Fahrradverleih, Kochkurse, 1800 Spa-Bereich (z. B. Ganzkörpermassage mit 10 verschiedenen Natur-Ölen. Im Kidsclub werden Kinder von 8 Monaten bis 13 Jahre von März bis November betreut (u. a. Kräuterbeet anlegen, Pizza backen). 
www.borgoegnazia.com
(KURIER) Erstellt am
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