Rom

Anti-Terror-Maßnahmen: Metalldetektoren im Kolosseum

Denkmalschützer befürchten lange Schlangen. Wir zeigen sieben Alternativen.
Das Kolosseum in Rom, aufgenommen aus einer niedrigen Perspektive.

Rom bekommt die Auswirkungen der verschärften Anti-Terrormaßnahmen zu spüren. Touristen, die das Kolosseum besuchen wollen, müssen ab jetzt am Eingang Metalldetektoren passieren. Denkmalschützer befürchten jedoch, dass sich dadurch die Schlangen vor dem Amphitheater, dem Wahrzeichen Roms verlängern werden. Über sechs Millionen Menschen hatten 2014 das Kolosseum besucht.

Es muss nicht immer Rom sein

Das Kolosseum in Rom ist nachts beleuchtet.

Das Kolleseum in Rom besetzt Platz eins im Ranking der meistbesuchten Monumenten Italiens. 7,6 Millionen Besucher besichtigten das Monument im vergangenen Jahr.

 

Das römische Amphitheater in Pula, Kroatien, mit einem Kirchturm im Hintergrund.

Pula, Kroatien: Die Arena, die in der Antike für Gladiatorenkämpfe diente, beeindruckt. Das Bauwerk kann locker mit dem Kolosseum in Rom mithalten.

Das Amphitheater von Pula mit Besuchern auf den Rängen.

Auch heute nützen Musiker wie Sting, Elton John, Norah Jones und Alanis Morissette noch die fabelhafte Akustik.

Die Ruinen der antiken Stadt Leptis Magna in Libyen.

Zu den wichtigsten Hinterlassenschaften der Römer in Afrika zählen die Ruinen von Leptis Magna in Lybien.

Das antike Theater von Leptis Magna in Libyen mit zwei Personen auf der Bühne.

Das Amphitheater liegt unterhalb des Bodenniveaus, da es samt Tunnel und Zellen in die Mulde eines Steinbruchs gebaut wurde. Die Außenmauern sind bereits verschwunden. Geblieben sind jedoch die eindrucksvollen Sitzreihen.

Das römische Amphitheater von El Djem in Tunesien mit üppigen Gärten im Vordergrund.

Auch im tunesischen El Djem dominiert eine römische Arena das Stadtbild - das größte außerhalb Italiens.

Das römische Amphitheater von El Djem in Tunesien unter blauem Himmel.

Das dreigeschossige Bauwerk gleicht eher einer Festung, denn einer Unterhaltungsstätte. Man kann jedoch noch immer gut nachvollziehen wo Tiere und Gladiatoren kämpften.

Eine Gruppe von Menschen steht in einem antiken römischen Amphitheater.

Im spanischen Mérida, der ehemaligen Hauptstadt der römischen Provinz Lusitania, stehen die gut erhaltenen Ruinen des Anfiteatro de Mérida, auch wenn die Mauern der Arena im Lauf der Zeit für andere Bauwerke abgetragen wurden.

Zwei Gladiatoren kämpfen mit Schwertern und Schilden in einer Arena.

Im Juli und August findet jährlich das Mérida Festival statt. Im Mittelpunkt stehen dabei Texte griechisch-lateinischer Herkunft. Das Festival ist jedoch auch offen für allgemeine szenische Darbietungen und umfasst Musikaufführungen sowie einen Filmzyklus.

Menschen stehen vor der Arena von Verona an einem sonnigen Tag an.

Auch wenn das Theater wirkt, als wäre es heute noch vollständig, ist das nicht der Fall. Ursprünglich war es von einer dreistöckigen Kalksteinmauer umgeben.

Eine Statue eines Toreros vor dem Amphitheater von Nîmes.

Die Arène de Nîmes ist nicht nur das am besten erhaltene römische Amphitheater der Welt, sie zählt auch zu den besten Konzertstätten Frankreichs und dient als Arena für Stierkämpfe.

Das römische Amphitheater von Trier, umgeben von Bäumen und Grünflächen.

Das Theater in Trier wurde an einem Hügel gebaut, dessen Flanke für die Ränge einer Seite genutzt wurde. Für die andere Seite wurden  Erdwälle aufgeschüttet.

Das Amphitheater in Trier ist mit Zuschauern gefüllt, während eine Person in der Arena steht.

Die Akustik ist immer noch beeindruckend und wird auch heute noch für Konzerte und Veranstaltungen genutzt.

Nach den Anschlägen von Paris und wegen der Furcht vor weiteren Terrorakten wurde in Rom die Polizeipräsenz an Sehenswürdigkeiten und vor ausländischen Schulen verstärkt. Die Polizei in Rom stellte 500 Orte unter besondere Beobachtung. Dazu gehörten die Umgebung des Vatikan, das Forum Romanum, das Kapitol, das Pantheon und seine Umgebung, ferner die Synagoge und das jüdische Ghetto, aber auch die Deutsche Schule an der Via Aurelia Antica.

Die italienische Regierung hat am Dienstag die Maßnahmen im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus ergriffen. Das Kämpfen im Ausland wird zum Verbrechen, bisher wurde lediglich das Rekrutieren von Terroristen geahndet. Außerdem soll jihadistische Propaganda im Internet aktiver bekämpft werden. Für die Polizei soll es einfacher werden, Webseiten zu blockieren, die Terroristen für Propaganda nutzen. Außerdem sollen mehr Soldaten für die Sicherheit der Städte eingesetzt werden. Die Zahl der 3000 Militärs, die zurzeit in den italienischen Städten im Einsatz sind, soll auf 4800 steigen.

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