Zitate der Woche

Obwohl sich die Themen vergangene Woche eher um wirtschaftliche Belange drehten, wurde allzu oft mit religiösem Jargon argumentiert.

"Die SPÖ betreibt eine Politik der Medienzufriedenstellung, die sich am Rande der Korruption bewegt." - Teddy Podgorski, Ex-ORF-General von roten Gnaden. "Ich brauche einige Millionen für den Werner." - Inseratetanken bei den ÖBB? 

"Ich habe nie zu einem Manager gesagt, das musst du machen." - alles ganz zwanglos, versichert Ex-Kabinettschef und aktuell Staatssekretär Josef Ostermayer (S). "Wenn es wahr wäre, dass ich mir mit Inseraten mediales Wohwollen erkaufe, dann müsste ich in den Politiker-Rankings ganz oben stehen." - Vielwerberin mit durchschnittlicher Resonanz - Infrastrukturministerin Doris Bures (S). "Nichts im Leben ist Zufall." - Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (S) ahnt einen Zusammenhang zwischen Faymannscher Inseraten-Schaltung und freundlicher Boulevardberichterstattung. "Ich bin überzeugt, dass in Österreich ganz andere Themen im Vordergrund stehen." - wovon reden die eigentlich? Faymann-Post aus New York. "Wir haben in Österreich ein Problem mit Moral und Anstand." - Moralapostel - ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf.

"Da geht es um die Pharisäer." - SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter empfiehlt der Volkspartei die Lektüre des Lukas-Evangeliums. "Das negative Gesicht, das destruktive Element in der Bundesregierung hat einen Namen, und der heißt Werner Faymann...Er ist ein Kunstprodukt, geklont von seinen Beratern, politisch blutleer." - schwarzer Blutsauger - Salzburgs ÖVP-Obmann Wilfried Haslauer. "Wir versuchen uns auf die wichtigen Fälle zu konzentrieren. Über andere müssen wir halt ein bisschen drüberfahren." - besser der Staatsanwaltschaft nicht im Weg stehen - deren Sprecher Gerhard Jarosch. "Ich verlasse täglich mein Haus und bewege mich teils in öffentlichen, teils in privaten Räumen sowie oft auch im Parlament. Manchmal hole ich meine Tochter von der Schule ab...so und wer jetzt noch was wissen will, der ruft mich bitte an. Schönen Tag noch, Ihr Peter Westenthaler." - BZÖ-Mandatar Peter Westenthaler erläutert, wieso er gar keine Zeit hat, Makler im Auftrag der Kärntner Hypo zu sein. "Es gibt dafür den ganz klaren Grund, dass Jesus für das Apostelamt Männer ausgewählt hat, und an diese Wahl weiß sich die Kirche gebunden." - gut wenn man einen Verantwortlichen dafür hat, dass Frauen das Priesteramt auch 2011 nach Christus verwehrt bleibt - Kardinal Christoph Schönborn. "Außerdem bauen wir gerade enorme Feindbilder in Europa gegen die Banken und die Reichen, die Vermögenden auf. So was hatten wir schon einmal, damals verbrämt gegen die Juden, aber damals waren ähnliche Gruppierungen gemeint. Es hat das zwei Mal in einem Krieg geendet." - Vergleich mit Gipsbein - Finanzministerin Maria Fekter (V) humpelt später dreifach zurück.

"Fekter ist mehr als rücktrittsreif. Sie steht für eine falsche Politik. Seit Jahren tut die ÖVP nichts anderes, als Bauern und das Großkapital zu unterstützen." - schwarzer Querschuss - Vorarlbergs AK-Direktor Rainer Keckeis (V). "Wir sind ein relativ kleines Land. (...) Österreich hat halt acht Millionen Einwohner, wenn man in diesem Bereich tätig wird, kommt es manchmal auch vor, dass sich Menschen sympathisch finden und zueinander eine Beziehung eingehen." - Amors Pfeil flitzt hurtig zwischen SPÖ und Boulevard - Staatssekretär Ostermayer. "Ich bin ein alter Soldat, kein nervöser Typ." - da mögen die Radmuttern noch so locker sitzen, General Edmund Entacher. "Grauen, Verbrechen und Horror faszinieren. Das ist so seit Hänsel und Gretel. Dort haben wir auch schon Kannibalismus und, wenn die Hexe in den Ofen geschoben wird, Mord." - Grimm-Krimi - Friedrich Unger, Leiter der Abteilung für Spurensicherung der Wiener Polizei. "Man könnte es damit vergleichen, dass man in der Früh meint, zu Abend ein Steak zu essen, am Vormittag will man dann doch lieber einen Kaiserschmarrn zum Nachtmahl, zu Mittag möchte man einen Schweinsbraten zum Tagesausklang, und am Ende steht ein Tafelspitz am abendlich gedeckten Tisch." - Bauchweh - Wiens Magistrat über das Umbaukonzept für das Praterstadion anlässlich der Euro 2008. "Der Kollege ist eigentlich Journalist, der dich ab morgen fertig machen könnte." - Zirkus-Direktor Bernhard Paul informiert Rapper Sido über mögliche unerwünschte Nebenwirkungen, "Krone"-Kolumnist Michael Jeannee die "große Chance" zu verwehren.

   "Das Leben des 'ORF-Stars' als ein einziger Mix aus Kriminalität & Taktlosigkeit." - morgen ist - die "Krone" porträtiert Sido.
(apa / csm) Erstellt am
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