Weltweite Feiern zum Ende des Ramadan

Das Fasten hat ein Ende: Zum dreitägigen Fest Eid al-Fitr bekommen Kinder Geschenke und Süßigkeiten werden verteilt.

Mit einem dreitägigen Freudenfest begehen rund 1,5 Milliarden Muslime weltweit das Ende des heiligen Fastenmonats Ramadan. In den beiden größten islamischen Ländern, Indonesien und Pakistan, beginnt das Fest des Fastenbrechens (Eid al-Fitr) am Mittwoch. Auch in Indien, wo die weltweit drittgrößte muslimische Gemeinschaft lebt, sowie im Iran mussten Gläubige am Dienstag noch bis zum Sonnenuntergang fasten. Dagegen herrscht in den meisten arabischen Ländern wie Saudi-Arabien und Ägypten bereits seit Montagabend Hochstimmung. In Libyens Hauptstadt Tripolis tanzten tausende Menschen auf dem Platz der Märtyrer. Sie feierten ausgelassen das Ende der 42 Jahre langen Herrschaft des Regimes von Ex-Machthaber Muammar al-Gaddafi. In der Türkei heißt das Eid-Fest wegen der vielen Süßigkeiten auch Zuckerfest (Seker bayrami). Es wird traditionell für gegenseitige Besuche, Geschenke und die Verteilung von Süßigkeiten genutzt. In Kabul feierten die Menschen den Auftakt des dreitägigen Eid-Fests mit Musik und Gebeten. Trotz der Angst vor Terroranschlägen waren zahlreiche Menschen auf den Straßen der afghanischen Hauptstadt zu sehen, viele hatten sich für Besuche bei Verwandten neue Kleider gekauft. Kinder spielten in Parkanlangen, Erwachsene kauften Trockenobst und Fleisch. Junge Menschen versammelten sich zum Picknick außerhalb der Stadt. Fasten gehört zu den im Koran verankerten fünf Pflichten der Muslime. Die Feiern zum Abschluss des Ramadan zeigen die Freude darüber, die Entbehrungen während des Fastens im neunten Monat des islamischen Mondkalenders gemeistert zu haben. Wie christliche Kinder zu Weihnachten bekommen auch kleine Muslime zum Eid-Fest Geschenke.
(apa/dpa / csm) Erstellt am
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