© Kurier/Gruber Franz

Politik
12/05/2011

Trau, schau - blau

Die Justiz-Fälle Königshofer und Scheibner stehen für die Krux ihres Lagers.

Es war der Zufall, der gestern im Hohen Haus Regie führte. Aus der Riege der blauen Abgeordneten wurde Werner Königshofer wegen des Vorwurfs der "Verhetzung" zur gerichtlichen Verfolgung an die Justiz ausgeliefert. In den Reihen der orangen Mandatare verlor Herbert Scheibner seine Immunität. Ihn will der Staatsanwalt wegen des Verdachts der "Geldwäsche" sprechen.

Die beiden Herren legen großen Wert darauf, nichts miteinander zu tun zu haben, obwohl sie lange der gleichen Partei angehörten. Scheibner diente bis zur Abspaltung des BZÖ einer ganzen Generation von FPÖ-Granden - von Heide Schmidt bis Jörg Haider. Königshofers rechte Ausritte sind Heinz-Christian Strache inzwischen derart lästig geworden, dass er ihn aus der Partei werfen ließ.

Die Troubles, die beide nun mit der Justiz haben, stehen aber symbolisch für die Krux des Lagers, aus dem sie kommen. Mit den Blauen ist kein Staat zu machen, weil die Königshofers dort über Jahrzehnte unbehelligt blühen und gedeihen können. Ihnen den Staat anzuvertrauen, endet zunehmend vor Gericht: Mit Scheibner steht bereits der vierte blaue Ex-Minister der Ära Schwarz-Blau-Orange unter Verdacht, es mit der Grenzziehung zwischen Privat- und Staatsgeschäften nicht so genau zu nehmen.

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