Tote US-Soldaten gehörten zu Navy Seals

Unter den beim Hubschrauberabsturz in Afghanistan getöteten US-Soldaten waren auch Spezialkräfte der "Navy Seals". Die Eliteeinheit im Kurzporträt.

Schwarzer Samstag für die amerikanischen Truppen in Afghanistan: Beim Absturz eines Hubschraubers im Osten des Landes sind 30 US-Soldaten (zuerst war von 31 die Rede) ums Leben gekommen. Es ist der höchste Blutzoll für die US-Armee in Afghanistan seit 2001. Darunter: Männer der Navy Seals. Die Navy-Seals sind eine rund 2000 Mann starke Eliteeinheit der US-Marine. "Seal" steht für Sea, Air, Land (See, Luft, Land). Mit flexiblen kleinen Spezialtruppen der einzelnen Teilstreitkräfte wollen die USA schnell auf terroristische Bedrohungen reagieren. (Im Bild beim "Fast Roping", dem schnellen Aussteigen bzw. Verlassen des Einsatzsortes) Den jüngsten Erfolg gab es Anfang Mai 2011. Ein Spezialkommando dieser Einheit tötete Al-Kaida-Chef Osama bin Laden in seinem pakistanischen Versteck in Abbottabad. Die Aufgaben der Seal-Teams reichen von der Minenräumung bis zur amphibischen Aufklärung und der Sabotage an Schiffen oder Hafenanlagen. Für Kommandoaufträge auf dem Festland starten die unter härtesten Bedingungen ausgebildeten Kämpfer von kleinen Schiffen, U-Booten oder benutzen - wie zuletzt bei der Aktion gegen Terroristenführer Bin Laden - Hubschrauber. Rund 60 Prozent der Soldaten schaffen die Ausbildung zum Navy-Seal nicht. Das besondere Training variiert je nach Einsatzgebiet. Jedes der zehn Seal-Teams besteht aus sechs Platoons (Zügen) mit jeweils 16 Mann. Nur selten wird ein vollständiges Platoon eingesetzt. Die Züge können bis auf Gruppen von zwei Mann aufgeteilt werden. Eine ganze Reihe der 2000 Seal-Mitglieder sind unterstützend tätig. Im April 2009 befreite eine Seal-Truppe Kapitän Richard Phillips (im Bild rechts) von der "Maersk Alabama" aus der Hand somalischer Piraten. Das Kommando war mit dem Fallschirm abgesprungen und hatte drei Entführer mit gezielten Kopfschüssen getötet.
(APA / sho) Erstellt am
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