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Politik
05/05/2012

Tirol: Festnahme 22 Jahre nach Mord

Mehr als zwei Dekaden nach dem Mord an einem Rotlicht-König wurde ein 51-Jähriger verhaftet.

Im Oktober 1990 wurde der Innsbrucker Rotlicht-Boss Anton Auer in seiner Wohnung durch mehrere Schüsse in Oberkörper und Kopf regelrecht hingerichtet. Der damals 41-Jährige lag mit Bademantel bekleidet auf dem Rücken in einer Blutlache. Über zwei Jahrzehnte brachten die Ermittlungen keinen zählbaren Erfolg. Bis jetzt. Denn am Donnerstag wurde ein 51-Jäh­riger festgenommen. "Der Mann befindet sich in der Innsbrucker Justizanstalt. Im Laufe des Wochenendes wird über die U-Haft entschieden", bestätigte Staatsanwalt Thomas Willam. Details wollte er keine verraten.

Dem Vernehmen nach soll der 51-Jährige eine langjährige Beziehung zu Auers Witwe, einer mittlerweile verstorbenen Prostituierten, gehabt haben. Ob es sich um jenen Mann handelt, der im aktuellen Tiroler Goldmord Anschuldigungen gegen jenen Polizisten vorgebracht hatte, der im Verdacht steht, die Bankerin Erika Hechenleitner getötet zu haben, wollten die Ermittler nicht sagen. Der Mann hatte vor Kurzem in einem Interview behauptet, seine Ex-Freundin, Auers Witwe Monika, habe vor ihrem Tod ebenfalls ein Goldgeschäft mit dem Polizisten ab­wickeln wollen.

 

Mord an Kellnerin

Verwirrung herrschte am Samstag auch um die mögliche Klärung eines zweiten, ebenfalls schon lange zurückliegenden Verbrechens. Laut OÖ Nachrichtenhat die Polizei 20 Jahre nach dem bisher ungeklärten Mord an der 19-jährigen Kellnerin Monika Simmer in Linz Haftbefehl gegen einen Verdächtigen erlassen.

Doch Rainer Schopper, Sprecher der Staatsanwaltschaft Linz, kann das nicht bestätigen.

Simmer war in der Nacht zum 10. März 1992 in einem Spiellokal durch einen Stich mit einer abgebrochenen Bierflasche in den Hals getötet worden. Der Täter zog sein Opfer nach dem Mord aus. Eine Ablenkung, später deutete alles auf Raubmord hin. Denn aus der Kellnerbrief­tasche fehlten 3100 Schilling. In einer Lade lagen allerdings noch 26.000 Schilling.

Die Polizei überprüfte gut 50 Personen – ohne Erfolg. 1994 gelange es, aus einem blutigen Fingerabdruck eine DNA-Spur zu ziehen, 2009 wurde ein vollständiges DNA-Profil ermittelt. Jetzt gab es laut OÖN nun in Frankreich einen Treffer. Details dazu sind noch nicht bekannt.

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