Tausende nach "Irene" abgeschnitten

Viele Orte an der US-Ostküste sind noch überschwemmt.
Foto: rts

Aufgrund von Überschwemmungen sind zahlreiche Orte an der US-Küste von Wassermassen eingeschlossen. Der Hurrikan forderte 43 Todesopfer.

Hurrikan "Irene" ist zwar überstanden, vielerorts kämpft die Bevölkerung an der US-Küste aber noch mit den Folgen der Überschwemmungen in Folge des Sturms. Nach "Irene" sind in den USA noch tausende Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Dutzende Ortschaften mussten am Dienstag aus der Luft mit Not-Rationen versorgt werden, weil sie nach Überschwemmungen von Wassermassen eingeschlossen waren. In Paterson im Bundesstaat New Jersey wurden Hunderte Menschen in Sicherheit gebracht, nachdem ein Fluss die Hochwassermarke um vier Meter überschritt. Millionen von US-Bürgern waren auch weiterin ohne Strom.

Die Zahl der Todesopfer durch den Wirbelsturm stieg inzwischen auf 43 in elf Bundesstaaten. Einen weiteren Todesfall gab es in Kanada. "Irene" war am Samstag und Sonntag über die Ostküste der USA gezogen und hatte am Montag abgeschwächt Kanada erreicht.

Viele Orte an der US-Ostküste sind noch überschwemmt. Foto: rts Viele Orte an der US-Ostküste sind noch überschwemmt.

In New York und weiter südlich hat das große Aufräumen begonnen. Wirbelsturm "Irene" hatte an der US-Ostküste getobt und New York vollkommen lahmgelegt. Die Millionenmetropole glich einer Geisterstadt, nachdem die Behörden Massenevakuierungen angeordnet hatten. U-Bahnen fuhren nicht, Flüge fielen aus, Geschäfte und Theater wurden geschlossen. Doch der Big Apple blieb von der befürchteten Katastrophe verschont - die Vorsichtsmaßnahmen griffen. Am späten Sonntagabend war "Irene" zum posttropischem Wirbelsturm herabgestuft worden.

Video: "Irene" wütet über der US-Ostküste

New York hatte sich gut auf den Sturm vorbereitet, direkt über der Stadt schwächte er sich ab und zog zudem rascher weiter als gedacht. New York habe das schlimmste überstanden, sagte Bürgermeister Michael Bloomberg. Nach den Überschwemmungen und Stromausfällen droht den Großstädtern aber nun eine tödliche Gefahr durch heruntergerissene Stromleitungen. An vielen Stellen habe der Wirbelsturm Starkstromkabel von den Masten gerissen, warnte die Stadtverwaltung.

Vermont betroffen

Viele Orte an der US-Ostküste sind noch überschwemmt. Foto: rts Viele Orte an der US-Ostküste sind noch überschwemmt.

Doch weiter nördlich, in den Neuenglandstaaten, wütete "Irene" trotz der Herabstufung weiter. Der Hurrikan suchte am Sonntagnachmittag (Ortszeit) Vermont im Nordosten der USA heim und hinterließ Verwüstungen in einigen Kleinstädten. Mehrere Gebiete wurden überflutet. Besonders im südlichen Vermont sei die Situation "furchtbar", sagte der Sprecher der Katastrophenbehörde, Mark Bosma, dem Sender CNN. "Einige kleinere Städte sind komplett überflutet", sagte Bosma. "Das Wasser ist überall."

"Irene" hat sich schließlich von der Ostküste immer weiter in Richtung Norden bewegt und Kanada erreicht. In den am Atlantik gelegenen kanadischen Provinzen und im Südosten von Quebec kündigte er sich mit heftigen Winden und Regenfällen an und führte zum Stromausfall in etwa 200.000 Haushalten.

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(KURIER.at/APA / mn, stb, dk, csm, lm) Erstellt am
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