Südostasien: Millionen fliehen vor Fluten

Hochwasser von Pakistan bis zu den Philippinen: Millionen Menschen kämpfen gegen Überschwemmungen und Stürme.

Hochwasser von Pakistan bis zu den Philippinen: Millionen Menschen kämpfen gegen Überschwemmungen und Stürme. Überflutungen und Wirbelstürme haben in mehreren Ländern Südostasiens schwere Zerstörungen angerichtet und Millionen Menschen in die Flucht getrieben. Betroffen sind Pakistan, Indien, Thailand, Kambodscha, Vietnam, China und die Philippinen. Hunderte Menschen kamen ums Leben. Auf den Philippinen stehen nach zwei Taifunen innerhalb einer Woche weite Gebiete unter Wasser. Nach „Nesat“ fegte „Nalgae“ über den Inselstaat – und schon in den nächsten Tagen könnte ein weiterer Taifun die Hauptinsel Luzon treffen. Das Ausmaß der Zerstörungen ist enorm. Tausende Menschen sitzen in ihren überfluteten Dörfern fest und sind von jeder Hilfe abgeschnitten. Insgesamt sind etwa 2,4 Millionen Menschen betroffen – viele flohen bereits vor zwei Wochen vor den Stürmen und harren seither in Notlagern aus. Bislang starben mindestens 60 Menschen. Wirbelstürme verursachten auch im Südosten von China und in Vietnam schwere Schäden. In Thailand stehen nach heftigen Monsunregenfällen immer noch ganze Landstriche unter Wasser – und einige der angeschwollenen Flüsse steigen weiter. Betroffen sind insgesamt 23 der 76 Provinzen vor allem in Nord-, Ost- und Zentralthailand. Mehr als 200 Menschen kamen ums Leben. Im Nachbarland Kambodscha sprechen die Behörden von den schwersten Überschwemmungen seit mehr als zehn Jahren. Entlang des Flusses Mekong wurden mehr als 270.000 Hektar Reisfelder von den Fluten zerstört. In Indien mussten mehr als zwei Millionen Menschen wegen des Monsun-Hochwassers aus ihren Häusern fliehen. Besonders schlimm ist die Lage im Norden und Osten des Landes in den Bundesstaaten Orissa und Uttar Pradesh. Etwa hundert Menschen ertranken oder kamen durch Erdrutsche ums Leben. Im Hochwasser-geplagten Pakistan flohen mehr als 300.000 Menschen vor der Flut. Mehr als 70 Prozent der Ernte wurden vernichtet, Millionen Menschen sind von Hunger bedroht.
(kurier) Erstellt am
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