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Politik
05/04/2012

Studenten besetzten Wissenschaftsministerium

20 Demonstranten drangen in das Ministerium ein, um dort ihren Unmut auszudrücken. Weiter ging's zu Van der Bellen.

Der Protest von Studenten der Internationalen Entwicklung (IE) gegen das Auslaufen des IE-Bachelor an der Uni Wien gehen weiter. Nachdem IE-Studenten Ende April schon das Rektorat der Uni Wien und am selben Tag das Audimax der größten Uni des Landes besetzt hatten, drangen am Donnerstagnachmittag laut Polizeiangaben rund 20 Protestierende in das Wissenschaftsministerium ein, um dort ihren Unmut auszudrücken. Gleichzeitig skandierten rund 100 Studenten "IE bleibt" vor dem Ministerium am Minoritenplatz.

Die Demo, die sich nach einem Protesttag der IE-Studenten formiert hatte, wurde von der Polizei aufgelöst. Ein Teil der Studenten zog danach unter Polizeibegleitung weiter.

Vom Ministerium zu Van der Bellen

Über Twitter verbreitete sich unter den Studierenden, dass in der Aula des Alten AKH eine Veranstaltung mit Alexander Van der Bellen (Beauftragter der Stadt Wien für Universtitäten und Forschung) stattfindet. Gegen 20 Uhr crashten rund 50 Protestierenden diese Veranstaltung. Und erkämpften sich ein Privatissimum mit Van der Bellen. Der nahm sich 40 Minuten Zeit, um mit den Studierenden zu diskutieren. Und schloss mit "Ich kann nichts versprechen, aber Sie haben mein Interesse geweckt".

Hintergrund

Die Uni Wien plant, dass man angesichts der begrenzten Mittel den IE-Bachelor mit seinen derzeit rund 2.000 Studenten künftig nicht mehr inskribieren kann. Er soll stattdessen durch ein "hochqualitatives" Masterstudium ersetzt werden, das über verschiedene andere Bachelorstudien zugänglich sein soll.

Die VP-nahe Aktionsgemeinschaft (AG) hat die Aktion Donnerstagabend in einer Aussendung kritisiert. "Die große Mehrheit der Studierenden verurteilt diese anarchisch anmutenden Vorgehensweisen, die mit dem legitimen Recht auf Meinungsäußerung nichts mehr zu tun haben. Wir wollen nicht zulassen, dass das Image der Studierenden in den Dreck gezogen wird und fordern eine Identitätsfeststellung der betreffenden Personen", so Bundesobmann Martin Brenner.

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