Stronachs Wahlantritt 2013 ist fix

Ein älterer Mann steigt aus einem Auto.
Mit Robert Lugar hat sich der Milliardär nun den dritten Abgeordneten geangelt. Den Vorwurf des Politiker-Kaufs weist er vehement zurück.

Frank Stronachs politisches Projekt nimmt immer konkretere Formen an. Seit Donnerstag ist das Antreten des Milliardärs bei der nächsten Nationalratswahl 2013 fix: Mit dem ehemaligen BZÖ-Abgeordneten Robert Lugar hat sich der Ex-Industrielle nun den dritten Nationalratsabgeordneten geangelt. Das lästige Sammeln von 2.600 Unterstützungserklärungen kann sich Stronach somit ersparen.

"Ich bin der Dritte im Bunde", sagte Lugar im Gespräch mit der APA. Zuvor hatten bereits der aus der SPÖ ausgetretene Mandatar Gerhard Köfer und der "wilde" Ex-BZÖ-Abgeordnete Erich Tadler fix ihre Mitarbeit bei Stronach zugesagt. Auch Karin Prokop, die Tochter der früheren ÖVP-Innenministerin Liese Prokop, will bei Stronach mitmachen.

Lugar will in der Partei des Austro-Kanadiers jedenfalls "eine tragende Rolle" spielen - welche das sein wird, ließ er aber offen. Seine Entscheidung begründete Lugar damit, dass er vor seiner Festlegung auf das Parteiprogramm warten wollte. Dieses liege jetzt in groben Zügen vor und damit könne er seine Zustimmung geben. Zu den Inhalten des Programms wollte Lugar nichts sagen, diese sollen erst bei der Parteigründung in rund einem Monat veröffentlicht werden.

"Haltloser Vorwurf"

Ein Mann mit Brille und dunklem Anzug schaut in die Kamera.

Unterdessen weist Frank Stronach den Vorwurf des Stimmenkaufs durch die ÖVP in einer Aussendung zurück: "Jeder, der sich finanzielle Vorteile aus einer Mitgliedschaft im Team Stronach verspricht, ist bei uns nicht willkommen. Der Vorwurf, ich würde mir Politiker zusammenkaufen, ist deshalb absolut haltlos", wird Stronach zitiert. Selbstverständlich werde er aber in Zukunft so wie alle anderen Parteien bezahlte Mitarbeiter einstellen: "Keine Partei kann ohne bezahlte Mitarbeiter auskommen, auch wir nicht". Stronach stellt aber klar, dass seine Abgeordneten kein zusätzliches Geld von ihm bekommen.

ÖVP-Justizsprecher Ikrath hatte am Mittwoch im Ö1-Morgenjournal gemeint, es bestehe der Eindruck, dass jene Abgeordneten, die zu Stronach gewechselt sind, dies tun, "um für sich Vorteile zu lukrieren."

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