Straches Tante entschuldigt sich bei Pfadfindern

Drei Pfadfinder in roten Hemden rudern auf einem See vor einem Schloss.
Die Verwandte des FP-Chefs hatte im ORF "Wehrsportübungen" mit Pfadfinder-Aktionen verglichen - in einer Aussendung sagt sie, ihr Zitat sei verkürzt wiedergegeben worden.

Das ORF-Sommergespräch mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache sorgte für große Empörung unter den österreichischen Pfadfindern. In einem filmischen Kurzporträt hatte die Tante des Spitzenpolitikers, angesprochen auf dessen ihm vorgeworfene Teilnahme an "Wehrsportübungen", gemeint: "Und politisch, ich glaub wenn man die Pfadfinder anschaut, da sind oft schlimmere Spiele im Wald gespielt worden." Nach zum Teil heftiger Kritik hat sich die Frau nun via FPÖ-Pressedienst entschuldigt.

In der Aussendung sagt Brigitte Schindl, Tante von FPÖ-Chef Strache: "Ich bedaure sehr, dass die Pfadfinder ein im Zuge der ORF-Sommergespräche verkürzt wiedergegebenes Zitat als Angriff auf ihre Organisation missverstehen. Dies stand zu keinem Zeitpunkt in meiner Absicht, da ich die Pfadfinder, stets als anerkannte, honorige, gemeinschaftsstiftende Bewegung kennengelernt habe". Ihre Aussage über die Pfadfinder ziehe sie "komplett zurück", sagt Schindl.

Besagter Satz sei im Zuge eines langen Interviews gefallen und aus dem Zusammenhang gerissen worden, wird Schindl weiter zitiert. Dadurch habe die Aussage in einer Art und Weise interpretiert werden können, in der sie nicht gemeint war. "Die Pfadfinder haben sich um die persönliche Entwicklung zigtausender österreichischer Kinder und Jugendlichen verdient gemacht und diese Leistung ist anzuerkennen", sagt sie.

Die Pfadfinder Österreichs hatten Schindl am Dienstag mit rechtlichen Schritten gedroht, sollte sie sich nicht entschuldigen.

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