Straches Personal-Probleme

Die Blauen wollen breiter werden und als regierungsfähig gelten. Doch die Fälle Königshofer, Scheuch und Kurzmann werden für den Parteichef zunehmend zum Problem.

Scheuch: Der FPK-Chef
Verurteilt Uwe Scheuch, stv. Landeshauptmann und Chef der Kärntner Freiheitlichen, ist vor einer Woche wegen Geschenkannahme erstinstanzlich zu 18 Monaten Haft (sechs davon unbedingt) verurteilt worden. Scheuch hat für den Fall der Einbürgerung eines Russen Geld für seine Partei gefordert. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, Scheuch beruft. Sollte es bestätigt werden, muss er gehen. Königshofer: Der Mandatar
Ausgeschlossen Der Nationalratsabgeordnete Werner Königshofer wurde aus der FPÖ ausgeschlossen, nachdem er die Attentate von Oslo mit Abtreibungen in Europa verglichen hatte. Einen Asylwerber hatte er als "Kanaken" beschimpft. Gegen Königshofer wird auch wegen des Verdachts der Verhetzung und des Verstoßes gegen das Verbotsgesetz ermittelt (es gilt die Unschuldsvermutung). Graf: Der Nationalratspräsident
Widersprüchlich Am Wochenende sagte der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf zur Causa Königshofer, er habe "einige Ausschlüsse erlebt, die zurückgenommen wurden". Er gehe davon aus, dass "wir noch einen Diskussionsbedarf haben". Nach einem Rüffel der FPÖ-Spitze ruderte Graf zurück: "Ich habe ganz klar festgestellt, dass ich die Entscheidung des Ausschlusses respektiere." Kurzmann: Der Steirer-FP-Chef
Angeklagt Der steirische FPÖ-Chef Gerhard Kurzmann wird wegen des Verdachts der Verhetzung angeklagt. Der Prozess dürfte im Herbst stattfinden. Kurzmann drohen bis zu zwei Jahre Haft. Konkreter Anlass ist das Anti-Minarett-Online-Spiel "Moschee baba", das im steirischen Landtagswahlkampf 2010 für heftige Diskussionen gesorgt hat.

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(KURIER, KURIER.at) Erstellt am
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