So cool kann Chemie sein...

Angreifen und selber machen ist der Weg zum Be-greifen!

Ein kleiner Tisch, zwei Mädchen, jede eine Schutzbrille vor den Augen, ein paar Babywindeln und einige Kunststoffbecher. Jovana Predić und Ivana Bajčić leeren abwechseln ein bisschen "Pulver" aus einem kleinen Fläschen und Wasser in den Becher. Warten ein paar Sekunden, drehen den Becher um. Und - es rinnt nix raus. Der Superabsorber "saugt" das ganze Wasser aus - eine zähe schleimige Masse ist daraus entstanden. Das ist auch der "Trick" mit dem die Babywindeln dafür sorgen, dass die Kleinkinder nicht im Nassen liegen. Das erklären die beiden Jugendlichen der Kooperativen Mittelschule Pfeilgasse in Wien-Josefstadt Kindern der im selben Haus untergebrachten Volksschule sowie interessierten Besucher_innen. Bei der nächsten Station waren gerade Alexandra, Ester und Janna aus der Volksschule in Aktion. Sie "zauberten" mit Hilfe der beiden "Großen" Larissa Pinheiro und Meriem Idrizorska bunte Regenbogen auf runde Papierscheiben. Und zwar auf zwei verschiedene Arten, wobei auch hier jeweils Wasser zu Hilfe kam:... Im einen Fall wurden Filzstiftstriche durch das Nass zerlegt - wobei dabei aufgedeckt wird, dass sich viel mehr Farben in einer verbergen.
Im zweiten Fall legten sie - bereits abgelaufene und daher nicht mehr zum Naschen geeignete mit buntem Zuckerguss überzogene Schoko-Zuckerln auf das Papier. Wassertropfen dazu und schon begann die Farbe runter zu rinnen und auch hier entstand ein farbenfroher Bogen. Einen Tisch weiter machte Fatih Atan vor, dass sein Gummibärchen-Taucher wirklich trocken bleiben könnte, wenn er ihn in einem "Boot" aus einer leeren Teelicht-Schale unter Wasser setze.
Wie soll das denn gehen? Nun, vorsichtig setzte er das "Boot" aufs Wasser, stülpte geschickt ein umgedrehtes Glas drüber und taucht dieses bis an den Grund des Beckens. So blieb der "Taucher" in einer Luftglocke. Nenad Nikolić und Aleksandar Tadić verblüfften, indem sie aus einem Jogurtbecher ein Stück rausschnitten in ein Glas mit Wasser fallen ließen - und … - es natürlich unterging. Aber dann? Dann leerten sie zwei Löffelchen Salz ins Wasser - und … siehe da, das Kunststoffteilchen begann aufzutauchen und auf der Oberfläche zu schwimmen. "Das ist wegen der Dichte", erklärten die beiden Jungs. "Die ist im Salzwasser größer und deswegen schwimmt das Teil!"
Nikolić und Tadić hatten aber noch einen zweiten wässrigen Versuch auf Lager. In ein Glas gaben sie normales Leitungswasser, ins zweit destilliertes H2O. Dann schütteten sie in beide Gläser Seifenflocken - und im zweitgenannten Glas bildete sich mehr Schaum! Nur mehr mit den schon eingepackten Utensilien ihrer Expermientierstation traf der KiKu Fatma Halici und Hadishat Dalaeva, wie sie diese gerade wegräumten. "Wir haben Kreide mit einem Hammer zerkleinert", beginn Halici und ihre Kollegin ergänzt, "dann haben wir Zitronensäure dazugegeben - drei Löffel voll" - "und dann Wasser", setzt wieder die Erstgenannte fort. Und beinahe im Chor schildern beide fasziniert, dass "dann so Bläschen aufgestiegen sind. Sie würden durchaus öfter Experimente in der Schule machen, "aber das ist unser Lieblingsversuch strahlen die beiden Mädchen.

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(kurier) Erstellt am
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