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Politik
09/30/2012

Sie verbessern Österreich: Ihre Vorschläge

Der KURIER wurde in den letzten Tagen mit Vorschlägen und Ideen überflutet. Einige Highlights aus den Zuschriften unserer Leserinnen und Leser.

Stapelweise. Der KURIER wurde in den letzten Tagen mit Vorschlägen und Ideen überflutet. Per Post, Telefon, eMail und via KURIER.at-Homepage sind Meldungen eingetrudelt. So forderte etwa ein Anrufer: "In Österreich gibt es eine Akademie, an der die Diplomaten der Zukunft ausgebildet werden – wieso gibt es also keine Akademie, an der man das Regieren lernen kann?"

Der Steuerberater Reinhold Koch hat ein 17-Seiten-Konzept eingeschickt. Unter anderem sollten die Reformwünsche des Rechnungshofes umgesetzt werden. Neue Abgaben sollen für die Schuldentilgung zweckgebunden werden, über eine Solidarabgabe für Reiche solle man gegebenenfalls nachdenken – befristet, ab 200.000 Euro Jahresverdienst. Vermögens- und Erbschaftssteuern will Reinhold Koch hingegen nicht. Asylwerber sollen das Recht auf Arbeit haben. Bei den Wahlen sollen die Hälfte der Mandate direkt vergeben werden.

Stillstand

Der pensionierte Lehrer Herbert Paukert organisiert eLearning-Programme. Er kritisiert in seiner Zuschrift den Stillstand in der Bildungspolitik: "Auf der einen Seite die starren Befürworter einer elitären AHS, die schon lange nicht mehr ist. Auf der anderen Seite ein Schulmodell mit Binnendifferenzierung in heterogensten Klassen, das nur mit Einsatz großer finanzieller Mittel funktioniert." Die Lösung sei " eine ganztägige Gesamtschule aller 10- bis 15-Jährigen mit drei durchlässigen Leistungsgruppen".

Friedrich Neuhofer hat ein Konzept zur Frage übermittelt, wie körperbehinderten Menschen ein selbstbestimmtes Leben leichter möglich wäre: Pflege solle in "überschaubaren Einheiten" ermöglicht werden – finanziert von Stiftungen und Privaten. Er selbst pflegt seine Tochter und wartet auf einen Betreuungsplatz: "So wie uns ergeht es Tausenden Betroffenen und deren pflegenden Angehörigen, wenn man sich vergegenwärtigt, dass 80 Prozent der Pflegefälle zu Hause von Angehörigen gepflegt werden".

Steirer-Power

Auch online auf der KURIER.at-Website sind massenhaft Vorschläge eingetroffen: User Otto Hilscher wünscht sich das steirische Duo Franz Voves (SPÖ) und Hermann Schützenhöfer (ÖVP) ins Kanzleramt. Sie hätten bewiesen, dass sie "über ihren Schatten springen" können. Als Innenminister solle dann der Transparency-Experte Franz Fiedler eine Verwaltungsreform durchsetzen.

Hans Kreimel wünscht sich einen "dauerhaften U-Ausschuss". Und zwar "als eine Art Gerichtsbarkeit für immune Politiker." Lambert Oitzinger würde alle öffentlichen Ausschreibungen so transparent gestalten, dass zum Beispiel Details zu allen Bauvorhaben im Internet nachprüfbar sind.

Firmen mit Korruptionsfällen sollten von öffentlichen Ausschreibungen ausgeschlossen werden.

Userin Eva-Maria Wanek würde gern mehr Quereinsteiger wie Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle in der Politik sehen – dafür würde sie auch "finanzielle Anreize" setzen.

Um Unabhängigkeit zu gewährleisten, solle man Minister für die Dauer der Legislaturperiode nicht "kündigen" können. Andererseits solle man, um die Macht zu begrenzen, die maximale Funktionsdauer in der Spitzenpolitik mit zehn Jahren begrenzen.

Und: Die KURIER-Leser und -User haben bei allen Problemen im Lande immerhin ihren Humor noch nicht verloren: Eva-Maria Wanek würde nämlich den Kugelschreiber "als Wahlgeschenk abschaffen".

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