Schwergewicht in luftiger Höhe

In einer spektakulären Rettungsaktion siedelte der WWF eine Herde gefährdeter Spitzmaulnashörner in Südafrika per Helikopter um.

25 Kilometer mussten erst einmal bewältigt werden, um eine Spitzmaulnashorn-Population vom östlichen Kap Südafrikas in ein Schutzgebiet zu verfrachten. Die Aufsehen erregende Aktion fand im Rahmen des WWF-Umsiedlungsprojekts für Nashörner statt. Insgesamt 19 Schwergewichte wurden mit Narkosepfeilen betäubt und kopfüber an Transportseilen hängend, mit dem Helikopter in sicheres Terrain transportiert. Rund 15 Minuten dauerte der Flug, alle Tiere kamen wohlbehalten an. Anschließend wurden sie in Trucks verladen, wo sie in der rund 1500 Kilometer entfernten Provinz Limpopo ihre neue Heimat fanden. Es war mittlerweile schon die siebte Herde, die der WWF in sicheres Buschland gebracht hat. Notwendig sind solche Umsiedelungen deshalb, da die Dickhäuter in der östlichen Kap-Provinz zunehmend von Wilderern bedroht sind. Eine aktuelle Statistik des WWF zeigt die traurige Bilanz: Schon in den ersten zehn Monaten dieses Jahres wurden in der Region 341 Nashörner von Wilderern getötet - im ganzen Jahr 2010 sind es insgesamt 333 gewesen.
(KURIER.at / tan) Erstellt am
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