Schweizer balanciert auf den Feuerkogel

Bei seinem zweiten Rekord-Versuch balancierte der Schweizer das Kabel der Seilbahn zum Feuerkogel bei Ebensee hinauf.

Sieben Weltrekorde in sieben Tagen. Nach der Zugspitze nahm der Schweizer Artist Freddy Nock am Montag ... ...  auch die Seilbahn auf den Feuerkogel bei Ebensee (OÖ) ins Visier. Der 46-Jährige marschierte völlig ungesichert ... ...  auf einem Tragseil in Richtung Bergstation. Nock startete gegen 13.30 Uhr bei blauem Himmel und Temperaturen von rund 34 Grad. Im Tal drückte seine schwangere Frau für ihn die Daumen. Im Vorfeld war Nock optimistisch, die Bergstation erreichen zu können. Trotz der Hitze rechnete er nicht mit körperlichen Problemen. Auf seiner Strecke wollte er keine Trinkpause einlegen. Lediglich ein Kopftuch sollte ihn vor allzu intensiver Sonnenbestrahlung schützen. Den hohen Temperaturen musste er schließlich doch Tribut zahlen. Rund 800 Meter vor dem angepeilten Ziel – auf Höhe der Stütze Zwei – kletterte Nock um 16.15 Uhr in eine Gondel. „Aus Sicherheitsgründen, ich hatte Krämpfe“, erklärte der 46-Jährige. Der Weltrekord gilt dennoch. Vor ihm hat  keiner eine derartige Steigung auf einer solchen Länge bewältigt. Zwei Tage zuvor ist dem Schweizer mit einem Balanceakt in fast 3.000 Metern Höhe ist dem auf der Zugspitze ... ... ein spektakulärer Weltrekord gelungen. Ohne jede Sicherung und ohne eine Balancierstange lief der 46-Jährige auf einem nur 50 Millimeter dicken Tragseil der Gletscherbahn von Deutschlands höchstem Berg (2.962 Meter). Dabei legte er fast einen Kilometer Strecke zurück und überwand eine Höhendifferenz von 348 Metern. Die Steigung betrug streckenweise bis zu 57 Prozent. Damit ist dem Schweizer ein Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde sicher. Bei besten Wetterbedingungen - leicht bewölkter Himmel, kaum Wind - startete Nock um 16.10 Uhr an der Talstation der Gletscherbahn sein halsbrecherisches Unterfangen. Ziel war die auf die 2.943 Meter Höhe gelegene Bergstation, genau 995 Meter entfernt. Unter den Augen von etwa 200 Zuschauern, die sich auf der Plattform der Zugspitze versammelt hatten, setzte der Schweizer vorsichtig einen Fuß nach dem anderen auf das dünne Seil. Obwohl zeitweise 150 Meter über dem Boden und nur mit den Zehenspitzen auf dem Seil, fand der Artist noch Gelegenheit, den Schaulustigen zuzuwinken. Zeitweise balancierte er sogar auf einem Bein über dem Abgrund. Insgesamt verfolgten laut Bayerischer Zugspitzbahn bis zu 1.600 Menschen von den diversen Terrassen der Gipfelgastronomie aus das Schauspiel. Um 17.30 Uhr war es dann geschafft: Locker absolvierte Nock auf dem Seil die letzten Meter, bis er an der Bergstation wieder Boden unter den Füßen hatte. Mit ein paar Dehnübungen machte er sich fit für das normale Gehen auf festem Grund. Die Aktion bildete den Auftakt zu Nocks Projekt "7 Rekorde in 7 Tagen". Auf sechs weiteren Alpengipfeln in Deutschland, Österreich und der Schweiz will er nicht nur den "steilsten Seillauf", den "längsten Seillauf mit einem Fahrrad" und den "längsten und höchstgelegenen Seillauf talabwärts", sondern auch ... ...  die "längste Wasserüberquerung auf einem Seil" in Angriff nehmen. Auch einen guten Zweck hat Nock sich auf die Fahnen geschrieben. Er will Aufmerksamkeit schaffen für die Arbeit der "Stiftung Unesco - Bildung für Kinder in Not".
(kurier) Erstellt am
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