Politik 04.01.2012

Schweiz: Zwei Österreicher sterben in Lawine

© Bild: APA

Vier Skitourengeher wurden auf dem Weg zum Juferhorn von einem Schneebrett erfasst. Ein Mann und eine Frau überlebten das Unglück nicht.

Zwei österreichische Skitourengeher sind am Dienstagnachmittag bei einem Lawinenunglück im Schweizer Kanton Graubünden ums Leben gekommen. Eine insgesamt fünfköpfige Gruppe - drei Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 23 und 52 Jahren - hatte sich auf dem Weg zum 2.967 Meter hohen Juferhorn im Gemeindegebiet von Avers befunden, als sich ein Schneebrett löste und vier Personen verschüttete.

Bei den im Kanton Graubünden tödlich verunglückten Wintersportlern handelt es sich um einen 52-jährigen Mann aus Bregenz und eine 50 Jahre alte Frau aus Dornbirn. Das gab Außenamtssprecher Peter Launsky-Tieffenthal am Mittwochnachmittag bekannt, womit er die ursprünglichen Angaben der Kantonspolizei Graubünden korrigierte, die erklärt hatte, die Opfer würden aus derselben Gemeinde stammen.

23-Jähriger befreite Freund

Fest steht auch, dass die insgesamt fünfköpfige Gruppe im zum Gemeindegebiet von Avers gehörenden Weiler Juf stationiert war, der als die höchstgelegene ganzjährig bewohnte Siedlung Europas gilt. Juf liegt auf einer Seehöhe von 2.126 Meter. Dienstag früh brachen die beiden befreundeten Familien, die aus derselben Vorarlberger Gemeinde stammen - ein 52 jähriger alter Mann, seine ebenfalls 52 Jahre alte Ehefrau sowie ein 23 Jahre alter Sohn und ein jeweils 50 Jahre altes Ehepaar -, zum Juferhorn auf.

Die 52-Jährige kehrte vorzeitig um, weil sie sich nicht wohl fühlte. Die anderen vier wurden auf 2.800 Meter von einem Schneebrett erfasst, das sich rund 50 Meter oberhalb von ihnen gelöst hatten. Der 23-Jährige vermochte sich selbst zu befreien und konnte auch den 52-Jährigen ausgraben. Für den Vater des jungen Mannes kam demgegenüber jede Rettung zu spät. Er konnte beim Eintreffen der Rettungskräfte nur mehr tot geborgen werden. Die 50-jährige Frau kam in bereits kritischem Zustand ins Kantonsspital Chur, wo sie in den Abendstunden verstarb.

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Erstellt am 04.01.2012