Schielendes Opossum Heidi ist tot

Heidis "Allgemeinzustand" hatte sich derart verschlechtert, dass sie eingeschläfert werden musste.

Das schielende Opossum Heidi aus dem Leipziger Zoo ist tot. Die dreieinhalb Jahre alte Beutelratte sei am Mittwoch eingeschläfert worden, teilte der Zoo mit. Ihr "Allgemeinzustand" habe sich in den letzten Tagen derart verschlechtert, dass die Verantwortlichen ihr Leiden und Schmerzen ersparen wollten. Heidi, der Star des Zoos, der weltweit Ruhm erreicht hatte, litt an Altersschwäche. Heidi war im Februar im US-Fernsehen als Oscar-Orakel aufgetreten. In der "Jimmy Kimmel Live!"-Show des Senders ABC wurde an drei Abenden das Opossum gezeigt, wie es seine Pfote vor verschiedenen Schauspielern und den nominierten Filmen hob. Dies wurde jeweils als Vorhersage gewertet. Die amerikanischen Fernsehmacher hatten extra ein Kamerateam nach Leipzig geschickt, um Material für die Show zu drehen. Heidi ist das wohl bekannteste Virginia- oder auch Nord-Opossum der Welt. Das 2008 in North Carolina geborene Tier hatte seit seiner Geburt einen Sehfehler und schielte auf beiden Augen. In Folge eines Internet-Zeitungsberichts verbreitete sich die Kunde vom "schielenden Opossum" wie ein Lauffeuer. Die Beutelratte ... ... kam bereits mit Übergewicht in die neue Heimat, den Zoo von Leipzig, und musste sich dort einer strengen Abmagerungskur unterziehen. Knapp 1,5 kg Übergewicht  wurden ihr bescheinigt. Fetteinlagerungen in den Augenhöhlen sollen laut Experten der Grund für Heidis Sehfehler gewesen sein. Sie hofften, mit einer Gewichtsreduktion auch die Augenstellung korrigieren zu können. Vorerst wurde aber vor allem kräftig Kasse mit dem Beutelsäuger gemacht. Heidis Popularität war derart in die Höhe geschnellt, dass sie auf Facebook mehr Fans hatte, als Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel.
(KURIER.at / lm, ps) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?