Österreichs coolste Arbeitsplätze

Von Kaisergruft bis Kältekammer.

Nicht alle Österreicher müssen dieser Tage am Arbeitsplatz "im Schweiße ihres Angesichts" ihre Brötchen verdienen. Es gibt auch Arbeitsplätze an denen, zumindest bei dauerhaftem Aufenthalt, Winter-Ausrüstung kein Nachteil ist. Nahezu eisig ist es in der Cryokammer in Bad Vöslau - zur Behandlung von Rheumapatienten - dort "frieren" aber hauptsächlich die Patienten. Ein Erlebnis ist auch die Seegrotte in Hinterbrühl südlich von Wien: Bei nur 9 Grad geht es erfrischt durch die unterirdische Wasserwelt. Auch Kirchen sind ein idealer Zufluchtsort bei der Hitze. Die Michaelerkirche ist mit 22 Grad das kälteste Gotteshaus in Wien, dicht gefolgt von 24 Grad in der Augustinerkirche. Die 26 Grad im Stephansdom sind um einiges zu warm – dafür sorgen die Katakomben mit 10 Grad für Kühlung. Und auch in der Kaisergruft im Herzen Wiens ist es stets gleichbleibend frisch. Zu den erträglichen Temperaturen gesellt sich eine Geschichte-Lektion. Zu besichtigen ist etwa der Sarg des kürzlich bestatteten Kaiserenkels Otto Habsburg. Ebenfalls zu einer regelmäßigen Abkühlung kommen Berufstaucher, wenngleich sie ein Neoprenanzug vor der Auskühlung schützen muss. Wem die Grotte in Hinterbrühl zu weit ist, der kann sich auch in der Eisriesenwelt in Salzburg kühle Minuten verschaffen. Die örtlichen Guides bekommen von der Rekordhitze jedenfalls wenig mit. Fast schon eisig kann es auch den Mitarbeitern des Siemens-Windkanals werden, wenn sie, wie hier einen Mercedes, ein Auto auf seine "Winterfestigkeit" erproben müssen. Aus hygienischen Gründen gekühlt ist der Arbeitsplatz der Fleischhauer in den diversen Schlachthöfen des Landes. Ins Schwitzen kommen die Arbeiter maximal durch die Kraftanstrengung beim Zerlegen von Kühen, Schweinen und anderen Tieren.

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(KURIER, KURIER.at) Erstellt am
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