"Occupy Wall Street" bei Schnee und Eis

Trotz überraschenden Wintereinbruchs an der US-Ostküste wird in New York demonstriert. Der Rest der Bevölkerung kämpft gegen den Schneesturm.

Die Menschen an der Nordostküste der USA wurden von einem frühzeitigen Wintereinbruch mit Eis und Schnee überrascht. Die Demonstranten in Manhattan ließen sich davon aber nicht abschrecken und demonstrierten am Samstag erneut gegen die Macht der Banken. Sie versorgten sich angesichts eisiger Temperaturen mit Suppe und heißen Getränken. Auch das Zeltlager im New Yorker Zuccotti Park blieb stehen. Seit Mitte September harren dort die Protestierenden der "Occupy Wall Street"-Bewegung aus. Trotzdem der Schneesturm die Protestbewegung kalt zu lassen scheint, hat er doch schon jetzt einigen Schaden an der Ostküste angerichtet. In tausenden Haushalten fiel der Strom aus. Der für die Jahreszeit seltene Wintersturm führte außerdem zu Beeinträchtigungen im Flug-und Straßenverkehr. Mehr als 3,2 Millionen Haushalte sind von den Stromausfällen betroffen. Für insgesamt 12 Staaten herrschten Wintersturmwarnungen. Der Schneesturm an der Nordostküste der USA am Wochenende hat mindestens neun Menschenleben gefordert. In den Staaten Massachusetts, New Jersey, Connecticut und Teilen New Yorks wurde der Notstand ausgerufen. Der verfrühte Schneesturm sorgte für den größten Schnellfall im Oktober seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1869. In einigen Gebieten der Nordostküste allein fielen am Samstag bis zu 30 Zentimeter Schnee.  

Laut Wettervorhersage wird er aber ganz schnell wieder verschwunden sein: Für die Wochenmitte werden wieder Temperaturen im zweistelligen Bereich erwartet. Bis Anfang November herrscht im Nordosten der USA häufig der berühmte "Indian Summer" mit sommerlichen Temperaturen und einer romantischen Laubfärbung. Touristen aus aller Welt machen deshalb zu dieser Zeit des Jahres dort Urlaub.

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(apa, ap, rts, KURIER.at / mn) Erstellt am
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