Nigeria: Keine Überlebenden bei Absturz

Ein Flugzeugwrack brennt und raucht, während Menschen in der Nähe stehen.
Ein Passagierflugzeug mit 147 Menschen an Bord stürzte in der Millionenmetropole Lagos ab und ging sofort in Flammen auf.

In Nigeria ist ein Passagierflugzeug in ein dicht bewohntes Viertel der nigerianischen Wirtschaftsmetropole Lagos gestürzt. Bei dem Unglück kamen nach Angaben der nigerianischen Luftfahrtbehörde mindestens 150 Menschen ums Leben. Sowohl Passagiere als auch Menschen am Boden seien getötet worden. Rettungskräfte seien an den Unglücksort geeilt, sagte Yushau Shuaib von der nationalen Katastrophenschutzbehörde.

Nach Berichten von Augenzeugen streifte die Maschine zuerst eine Hochspannungsleitung und ein Gebäude und stürzte dann im dicht besiedelten Stadtteil Agege ab. Die Trümmer des zweistrahligen Jets stürzten in ein zweistöckiges Gebäude der mit rund 10,2 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten Stadt Nigerias. Nach dem Absturz versammelten sich tausende Menschen an der Unglücksstelle, an der schwarzer Rauch aufstieg. Die Absturzursache war zunächst völlig unklar.

Ein Mitarbeiter des Katastrophenschutzes sagte, an Bord der Maschine der nigerianischen Dana Air seien 147 Menschen gewesen. Bei Dana Air und den Luftfahrtbehörden war zunächst keine Stellungnahme erhältlich. Auf Fernsehbildern vom Unfallort war das brennende Wrack als McDonnell Douglas MD-83 des US-Herstellers Boeing zu identifizieren.

Die Maschine der nigerianischen Fluggesellschaft Dana Air war lokalen Medienberichten zufolge aus der Hauptstadt Abuja gekommen und kurz vor der Landung auf dem Murtala Muhammed International Airport in Lagos abgestürzt. Zunächst hatte ein Behördensprecher erklärt, die Maschine sei in Lagos gestartet. Der Flughafen Lagos wurde geschlossen. Wartende Passagiere wurden aufgefordert, nach Hause zu gehen.

Die Fluglinie Dana Airlines hatte 2008 ihren Betrieb aufgenommen und ist heute eine der wichtigsten in Nigeria. Die Kapazität ihrer beiden Jets vom Typ Boeing MD-83 gibt das Unternehmen mit 140 Plätzen an. Der Flugzeughersteller McDonnell Douglas, der diesen Typ in den 1970er Jahren entwickelt hatte, fusionierte 1997 mit dem Konkurrenten Boeing.

Abstürze keine Seltenheit

Flugzeugabstürze sind in dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas aufgrund der schlechten Sicherheitsstandards keine Seltenheit.

Kommentare