Politik
12/05/2011

Linzer Uni gegen Wettbewerb bei Studiengebühren

Vorstoß - Vizerektor hofft auf Regierungslösung, Scharinger will Geld Studenten geben

Herbert Kalb, Vizerektor der Johannes Kepler Universität Linz, hat wenig Freude mit dem Vorstoß von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle, dass jede Uni ihre eigenen Studiengebühren einhebt. "Ein Wettlauf zwischen den Universitäten ist die schlechteste Lösung", sagt er im Gespräch mit dem KURIER. Unterschiedliche Studiengebühren seien nicht zumutbar. "Ich hoffe noch immer auf die politische Vernunft aller Beteiligten, dass es zu einer einheitlichen, österreichweiten Lösung kommt."

Ludwig Scharinger, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank und Vorsitzender des Universitätsrates, kann sich diese Studiengebühr hingegen schon vorstellen. Es müssten aber gleichzeitig die Stipendien erhöht und erweitert, der Lehrbetrieb verbessert und ein weiteres Toleranzsemester eingeführt werden. "Rund um Österreich werden Studiengebühren verlangt." Auf keinen Fall dürften die Gelder zum Stopfen von Budgetlöchern eingesetzt werden.

Scharinger feierte gestern übrigens seinen 69. Geburtstag.