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Politik
08/02/2012

Kurt Scheuch: Raus aus Uwes Schatten

Hardliner Kurt Scheuch folgte seinem Bruder Uwe im Sommer 2012 an der FPK-Parteispitze.

Kurt Scheuch nahm im Sommer 2012 die Positionen seines jüngeren Bruders Uwe im FPK-Regierungsteam und an der Parteispitze ein. Davor war er Klubobmann im Kärntner Landtag.

Anders als sein jüngerer Bruder gilt Kurt als weniger umgänglich. Wer sein Missfallen erregt, bekommt das verbal unmittelbar zu spüren.Uwe und Kurt Scheuch im Jänner 2010

Er nannte Richter Christian Liebhauser-Karl nach dessen Schuldspruch für Bruder Uwe eine "Kröte". Die Staatsanwaltschaft unterzeichnete daraufhin einen Strafantrag wegen Beleidigung eines Richters. Der Prozess wegen Beamtenbeleidigung endete Mitte Jänner für den FPK-Politiker mit einer Diversion. Scheuch entschuldigte sich schriftlich "mit dem Ausdruck des Bedauerns" für den "Kröten-Sager" beim Klagenfurter Richter. Kurt Scheuch vor der FPK-Sondersitzung am 26.07.2012

Der Großbauer und Kiesunternehmer aus Mühldorf im Oberkärntner Bezirk Spittal an der Drau war wie sein Bruder Uwe schon lange in der FPÖ, im BZÖ und dann in der FPK aktiv. BZÖ-Zeiten: Gerhard Dörfler, Stefan Petzner, Uwe Scheuch und Kurt Scheuch im Oktober 2008

Beide Brüder galten als eiserne Haider-Getreue. Kurt Scheuch, Harald Dobernig, Uwe Scheuch, Gerhard Doerfler, Christian Ragger, Josef Lobnig und Christian Scheider bei einer Gedenkfeier für den verunglückten Jörg Haider am im Oktober 2009.

Kurt ist österreichweit bekanntgeworden, als er beim Treffen der Haider-Getreuen in Knittelfeld ein von Haider und der damaligen Parteichefin und Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer ausgehandeltes Papier auf offener Bühne zerriss. Scheuch wurde damals von Medien mit der Bezeichnung "Reißwolf von Knittelfeld" bedacht. Kurt Scheuch und Mentor Jörg Haider im September 2002

Nach einigen Jahren in der Kärntner Landwirtschaftskammer zog Kurt Scheuch im April 1999 in den Bundesrat ein, wechselte aber bald in den Nationalrat, wo er Sprecher der Kärntner FPÖ-Mandatare war. Daneben fungierte er als Landesgeschäftsführer der Kärntner FPÖ. Uwe Scheuch und Kurt Scheuch im Jänner 2010

Nach dem schlechten Abschneiden der Partei bei der Nationalratswahl 2002 legte Scheuch diese Funktion zurück. Im April 2003 zog er in den Kärntner Landtag ein. Uwe und Kurt Scheich im Oktober 2008

Nach dem Erfolg bei der Landtagswahl Jahr 2004 wurde er im Alter von nur 36 Jahren Dritter Landtagspräsident. 2005 wurde er Klubobmann.Februar 2005: Kurt Scheuch  als neuer FP-Klubchef in Kärnten mit Martin Strutz und Landeshauptmann Jörg Haider

Der als Hardliner geltende Politiker ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Nach dem FPK-Wahldebakel im März 2013 zog er die Konsequenz und trat zurück - wie es mit Scheuch politisch weitergeht, ist derzeit noch offen.

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