Kuh Yvonne ist daheim

Nach ihrem überraschenden Auftauchen auf einer bayerischen Weide wurde die Ausreißerin betäubt. Auf Gut Aiderbichl soll es ihr gut gehen.

Yvonne ist keine wilde Kuh mehr: Das vor dem Schlachter geflohene Rind wurde dem rechtmäßigen Eigentümer zugeführt: dem Gut Aiderbichl. Die Ausreißerin - hier auf einem Spionagebild - hatte bekanntlich Medien aus aller Welt angelockt. Viele Menschen nahmen Anteil an dem rührenden Schicksal der Kuh. Yvonne sollte gemästet und getötet werden - und nahm Reißaus. Wochenlang trieb sie sich im allein Wald herum, rannte vor ein Auto und wurde zum Abschuss freigegeben. Immer wieder gab es Anhaltspunkte für ihren Aufenthaltsort.  Stier Ernst, Sohn Friesi und sogar eine Kuhflüsterin sollten das freiheitsliebende Tier zur Rückkehr überreden. Doch Yvonne war stets einen Schritt voraus. Bis sie sich am Donnerstagabend selbst dazu entschloss, Gesellschaft zu suchen. Sie fand Anschluss bei Kälbern auf einer oberbayerischen Weide. Der Bauer musste nur noch das Gatter hinter Yvonne schließen. Am nächsten Morgen wurde sogleich ein Betäubungsspezialist herangezogen. Das Rind musste schließlich noch auf das Gut Aiderbichl nach Deggendorf transportiert werden. Gar abenteuerlich sah die Methode aus, mit der der tierische Medienstar verladen wurde. Sie wehrte sich tapfer. Doch irgendwie musste Yvonne in den Lkw. Einfach war das nicht, denn "die Kuh, die ein Reh sein will" hat sich über den Sommer fleißig Winterspeck angefressen. Gut Aiderbichl (im Bild: Stier Ernst und Michael Aufhauser) freute sich auf den Ankömmling. Auf dem Deggendorfer Gnadenhof feierte Yvonne ein Wiedersehen mit der Familie: Sie wird dort mit ihrem Sohn Friesi (re.), Schwester Waltraut und dem Kälbchen Waldi zusammen leben.

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(KURIER.at / csm) Erstellt am
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