Politik
10.12.2011

Kreative Unigebühr-Debatte in der SPÖ

Nach Burgstaller-Vorstoß: Faymann gegen Wiedereinführung der Studiengebühren, will aber über Ideen reden.

Die Debatte über die Wiedereinführung von Studiengebühren wird innerhalb der SPÖ immer intensiver und kreativer.

Nach dem Vorstoß der Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller für eine derartige Gebühr und der Idee von Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter, Beiträge nur von „Millionären“ zu verlangen, nahm am Samstag auch Bundeskanzler Werner Faymann zu dem Thema Stellung: Er ist zwar weiterhin gegen Studiengebühren, zeigt sich aber gesprächsbereit. Im ORF-Radio sagte Faymann, es sei möglich, etwas zu diskutieren: „Die Frau Burgstaller hat die Chance, alle zu überzeugen – wie ich.“

Die SPÖ-Kärnten wartet unterdessen mit einem ungewöhnlichen Vorschlag auf: Landesparteichef Peter Kaiser will Uni-Absolventen, die eine bestimmte Einkommensgrenze überschreiten, zur Kasse bitten. Sie sollten über ihr gesamtes Erwerbsleben 20 Euro monatlich abliefern.

Kaiser schlägt eine Verdienstgrenze von 3200 Euro brutto pro Monat vor. Nach seiner Rechnung würde das den Unis rund 108 Millionen Euro jährlich bringen.

„Durch den Solidarbeitrag nach dem Studium würde niemand aus finanziellen Gründen vom Gang auf die Universität abgehalten werden“, meint Kaiser. Die Bundesregierung sei jedenfalls gefordert, über den Tellerrand zu blicken und etwas mehr Kreativität in die Debatte zu bringen.

Mehr zum Thema

  • Hauptartikel

  • Hintergrund

  • Hintergrund