APA13720526-2 - 16072013 - WIEN - ÖSTERREICH: ZU APA-TEXT II - Das Learningcenter (Zaha Hadid Architects) am neuen Campus der WU im Prater in Wien kurz vor Fertigstellung am Dienstag, 16. Juli 2013. Die offizielle Eröffnung des neuen Universitätscampus ist für 4. Oktober 2013 angesetzt. APA-FOTO: ROLAND SCHLAGER

© APA/ROLAND SCHLAGER

Wirtschaftsuniversität
07/16/2013

WU-Campus: Letzter Feinschliff vor dem Umzug

Ab Mitte August beginnt die Übersiedlung von der Spittelau in die Leopoldstadt.

Ab Mitte August beginnt die Übersiedlung der Wirtschaftsuniversität (WU) auf den neuen Campus in Wien-Leopoldstadt. Das in knapp vier Jahren Bauzeit auf 90.000 Quadratmetern zwischen Prater, Messe und Krieau errichtete derzeit größte Universitäts-Bauprojekt in Europa ist nun weitgehend abgeschlossen.

Neben der zeitlichen Vorgaben liege man auch hinsichtlich der mit 492 Mio. Euro veranschlagten Baukosten voll im Plan. Der universitäre Betrieb beginnt dann mit annähernd 23.000 Studenten im kommenden Wintersemester.

Bis dahin sei zwar noch "einiges zu tun", 88 Prozent der Gesamtbaukosten seien aber bereits abgerechnet, wie der Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft, Hans-Peter Weiss, erklärte. Die seit Oktober 2009 von durchschnittlich 700 Arbeitern - in Spitzenzeiten arbeiteten sogar 2.200 Personen gleichzeitig auf dem Areal - errichteten Gebäude wurden im Rahmen eines "Green Building-Konzepts" realisiert.

Die Arbeiten seien trotz des im Mai 2012 ausgebrochenen Brandes, der sogar einen Teilabbruch eines Bauteils notwendig gemacht hatte, nun weitestgehend abgeschlossen. Größere Anpassungen betreffen vor allem noch die Außenflächen des großzügig angelegten Campus und die Inneneinrichtungen, so Weiss.

Die Bilder des neues Campus:

CAMPUS DER WIRTSCHAFTSUNIVERSITÄT WIEN: LEARNING C

CAMPUS DER WIRTSCHAFTSUNIVERSITÄT WIEN

CAMPUS DER WIRTSCHAFTSUNIVERSITÄT WIEN: HÖRSAALZEN

CAMPUS DER WIRTSCHAFTSUNIVERSITÄT WIEN: HÖRSAALZEN

CAMPUS DER WIRTSCHAFTSUNIVERSITÄT WIEN: GEBÄUDE FÜ

CAMPUS DER WIRTSCHAFTSUNIVERSITÄT WIEN: LEARNING C

CAMPUS DER WIRTSCHAFTSUNIVERSITÄT WIEN

CAMPUS DER WIRTSCHAFTSUNIVERSITÄT WIEN: LEARNING C

CAMPUS DER WIRTSCHAFTSUNIVERSITÄT WIEN: LEARNING C

Startschuss im August

Ab Mitte August beginnen dann die etwa 1.500 Mitarbeiter der WU mit der Übersiedelung, wie die Vizerektorin für Infrastruktur, Regina Prehofer, erklärte. Die Dimensionen dieses Umzugs sind jedenfalls beachtlich: So müssen etwa 26.000 Umzugskartons vom aktuellen Standort in Wien-Alsergrund auf den neuen Campus verfrachtet werden. In die Bibliothek im von Zaha Hadid geplanten zentralen "Library and Learning Center" (LLC) werden 22.000 Laufmeter Bücher geliefert werden. Schon allein das bedeutet jede Menge Fahrten, da ein LKW etwa 100 Laufmeter pro Transport schafft. Für die Gestaltung der Innenräume werden etwa 42.000 Möbelstücke gebraucht, so Prehofer.

Bei der Planung des von der BIG und der WU gemeinsam umgesetzten Großprojekts habe man laut der Vizerektorin darauf geachtet, "Berührungspunkte" zwischen Studium, Forschung und Öffentlichkeit zu schaffen. So sind etwa 55.000 der 100.000 Quadratmeter umfassenden Gesamtnutzfläche für die Öffentlichkeit zugänglich.

Lob von allen Seiten

Für Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle ist die WU "das Paradebeispiel in einer glänzenden Kette" aus neu errichteten Universitätsgebäuden. Seit 2007 wurden und werden Bauprojekte im Umfang von 1,55 Mrd. Euro im universitären Bereich umgesetzt, hieß es. Früher habe man in dem Bereich "auf Zuruf gebaut", jetzt folge man einem übergeordneten Plan, so Töchterle, der etwa das LLC "als Pilgerstätte für Architekturstudenten aus der ganzen Welt" bezeichnete.

Für Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner ist die Umsetzung des neuen WU-Campus ein Beweis dafür, "dass man auch Großprojekte im Kosten- und Zeitrahmen abschließen kann". Solche Projekte hätten auch nicht unerheblichen Einfluss auf die Konjunkturentwicklung, so habe das Industriewissenschaftliche Institut einen wirtschaftlichen Gesamteffekt von etwas über einer Milliarde Euro errechnet, wie Mitterlehner erklärte.

Raumschiff Uni im Prater

Auf dem Glasdach stehen, wie überall auf der Baustelle, noch die Arbeiter – allerorten wird gehämmert und gebohrt, gemalt und geschnitten; und draußen vor der Tür rollen Walzen und Bagger, Bau-Laster sowieso.

Doch Karlheinz Töchterle und Reinhold Mitterlehner störten Lärm und Staub nicht weiter, im Gegenteil: Der Wissenschafts- und der Wirtschaftsminister waren gestern gerne im Prater. Denn für beide Ressort-Chefs ist Österreichs größte Uni-Baustelle, der neue Campus der Wiener Wirtschaftsuniversität (Bilder), in jeder Hinsicht ein Herzeige-Projekt.

Töchterle frohlockte, weil hier in Bälde 1500 WU-Mitarbeiter und 23.000 Studenten Österreichs spektakulärstes Uni-Zentrum beziehen; Mitterlehner vergnügte vor allem die Tatsache, dass man mit der Investition von einer halben Milliarde Euro Jobs für 7000 Menschen gesichert und Investitionen von einer Milliarde Euro auslösen konnte.

Und so lud man mit Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft, Hans-Peter Weiss, und WU-Vizerektorin Regina Prehofer gestern zur Besichtigung.

Im August beginnt der Umzug der WU vom Wiener Alsergrund ins neue High-Tech-Quartier. 26.000 Umzugskartons sind zu packen, und allein die Bücher der zu übersiedelnden WU-Bibliothek werden 220 Lkw füllen.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.