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Politik | Inland
05/26/2019

Woher die Stimmen für die ÖVP kamen

Wählerstromanalyse: Die Volkspartei konnte vor allem Zugewinne von der FPÖ verzeichnen.

Die ÖVP ist mit 34,9 Prozent der große Gewinner der EU-Wahl in Österreich. Aber woher kamen die Stimmen? Laut SORA Wählerstromanalyse im Auftrag des ORF hauptsächlich von der FPÖ - nämlich insgesamt 105.000. Weitere 52.000 kamen von den NEOS. Der größte Anteil - 387.000 Stimmen - aber stammten von Nichtwählern, also Personen, die bei der EU-Wahl 2014 nicht zur Wahlurne gegangen sind oder noch nicht wahlberechtigt waren. Ebenfalls bemerkenswert: Die ÖVP konnte bei dieser Wahl 90 Prozent ihrer Wähler von 2014 mobilisieren.

SPÖ gewann Nichtwähler

Die SPÖ hingegen konnte keine der anderen Parteien Wähler wegschnappen. Zugewinne kamen mit 225.000 Stimmen von Nichtwählern. Immerhin aber konnte sie noch 85 Prozent ihrer Wähler von 2014 erneut für sich gewinnen. 

 

Die Grünen konnten 75 Prozent ihrer Wähler von 2014 mobilisieren, Verluste erleiden sie mit 58.000 Prozent vor allem an die NEOS. Andersrum aber genauso: So erhielten die NEOS den größten Zustrom von Nichtwählern und Grünen.

Vergleicht man das EU-Wahl-Ergebnis mit jenem der Nationalratswahl 2017, kommt ein weiteres spannendes Detail zutage: 51 Prozent der FPÖ-Wählerinnen blieben diesmal nämlich zuhause.