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Umfrage
01/19/2020

Bachmayer: "Bisher gelungene Inszenierung der neuen Regierung"

Wie eine OGM-Umfrage zeigt, brechen für die Türkisen und für die Grünen optimistische Zeiten an, glauben die Österreicher.

Noch nicht ganz zwei Wochen ist die türkis-grüne Regierung alt. Zu früh, um aussagekräftige Umfragen zu machen, ob sich im Vergleich zu den Wahlen vom September 2019 bereits Stimmenanteile signifikant verschoben haben, sagt OGM-Meinungsforscher Wolfgang Bachmayer. Lohnend sei aber ein Blick auf die Frage, für welche Parteien die Österreicher Potenzial nach oben sehen – oder nach unten.

„Die Bevölkerung scheint weitgehend zufrieden mit der Situation nach der Regierungsbildung. Was besonders auffällt, ist eine gute Stimmung bei der Anhängerschaft der Türkisen aber auch der Grünen“, erklärt der Meinungsforscher. Das habe auch mit der bisher gelungenen Inszenierung und Präsentation der neuen Regierung zu tun, da gebe es auch Parallelen zu Türkis-Blau: „Rot-Schwarz wirkte besonders zum Schluss eigentlich nie harmonisch, bei Türkis-Blau wurde die Harmonie offen zu Schau gestellt, und harmonisch waren aus meiner Sicht über weite Strecken auch die Verhandlungen mit den Grünen. Und das hat sich bisher auch bestätigt.“

 

Aber welcher Partei trauen die Österreicher bei der nächsten Nationalratswahl Gewinne oder Verluste zu?

Bei den Türkis-Wählern aber auch bei den Grün-Wählern, erklärt Bachmayer, herrsche großer Optimismus auf mehr, bei den Grünen sei dieser noch größer als bei den Türkisen. „Zumal die ÖVP-Wähler den Grünen scheinbar die Daumen drücken, bei der nächsten Wahl mehr Stimmen zu bekommen“, stellt Bachmayer fest: Denn laut Umfrage glauben nicht nur 62 Prozent der Grün-Wähler an gute Chancen auf neue Wähler. Auch 45 Prozent der ÖVP-Wähler wünschen das den Grünen. Überhaupt glauben 39 Prozent aller Wähler, dass die Situation jetzt für die Grünen am günstigsten ist, neue Wähler zu finden – der höchste Wert aller Parlamentsparteien. Der größte Optimismus auf künftig mehr Wähler herrscht aber bei den Neos-Wählern, zwei Drittel der Pink-Sympathisanten hoffen auf mehr für die liberale Partei.

Blauer Abstieg

Die FPÖ, größter Verlierer der vergangenen Nationalratswahl mit fast minus zehn Prozent, müsse aus Sicht aller Befragten hingegen weiter pessimistisch bleiben. 41 Prozent der Befragten sehen weitere Verluste auf die Blauen zukommen. Am geringsten sind solche Befürchtungen zu gleichen Teilen bei Neos- und Türkis-Freunden, nur 14 Prozent aller Befragten befürchten für diese Parteien einen Wählerschwund.

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