Voves (re.) und Schützenhöfer einmal nicht im Gleichschritt: Der VP-Chef entscheidet erst 2015, ob er bei der Wahl antritt.

© APA/MARKUS LEODOLTER

VOVES-Schützenhöfer
09/30/2014

Steirisches Reform-Duo will es noch einmal wissen

ÖVP: Schützenhöfer legt sich aber erst 2015 fest.

von Elisabeth Holzer

Der Satz fiel bei einer Geburtstagsfeier und gilt bereits als legendär: "Hermann, hau di eini. Ich mach’s nur mit dir", rief Landeshauptmann Franz Voves dem Jubilar zu.

Doch der steirische ÖVP-Landesobmann Hermann Schützenhöfer kann sich noch zu keiner Antwort durchringen: Er werde erst "in einigen Monaten" bekannt geben, ob er bei den Landtagswahlen 2015 wieder antrete oder nicht. "Mir geht es Tag und Nacht im Kopf herum. Machst du es noch einmal oder tust du das nicht", gestand Schützenhöfer gestern. "Ich werde es mir sehr, sehr gut überlegen."

SPÖ-Chef Voves hat diese Phase bereits hinter sich: Er gab Montag seine Wiederkandidatur bekannt. Der Parteivorstand stattete ihn als Spitzenkandidat mit 100 Prozent Zustimmung aus.

Schützenhöfer will seine Entscheidung noch vor den Gemeinderatswahlen am 22. März bekannt geben. "Ich sehe keinen Grund, jetzt zu sagen, ob ich antrete." Im Gegensatz zu Voves, der sich am 15. November der Wiederwahl zum Parteiobmann stellt, ist Schützenhöfer bis 2017 gewählt. "Keiner kann von mir erwarten, eine so persönliche Entscheidung zu treffen, nur weil der andere Parteitag hat", merkte er an.

Zweites Antreten

Für Schützenhöfer wäre es nach 2010 der zweite Wahlgang als Spitzenkandidat. Nach erbittertem Wahlkampf und Verlusten bei der Wahl für beide Parteien einigte man sich damals auf die "Reformpartnerschaft": Sie sollte die FPÖ klein halten und wohl auch den beiderseitigen Verbleib in der Regierung sichern, denn 2015 endet in der Steiermark der Proporz.

Schützenhöfer wirkt aber durchaus bereit, eine weitere Amtszeit anzuhängen. "Die verbale Zustimmung ist hoch. Ich bin versucht, rasch zu sagen, ich pack’s." Erneut mit Voves zu regieren, ermögliche weitere Reformpolitik. "Nachteile fallen mir weniger ein."

In der Politik dürfte der 63-Jährige aber auch bleiben, falls er sich gegen die Spitzenkandidatur entscheidet. Möglich wäre, dass er in das Landtagspräsidium wechselt. Das würde den Weg für einen neuen Vize-Landeshauptmann frei machen, der auch Spitzenkandidat wäre. Als Anwärter dafür gilt der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl.

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