Türkise im Kanzleramt wieder gut vertreten

Türkise im Kanzleramt wieder gut vertreten
Geschäftseinteilung: Viele Ex-Mitarbeiter von Kurz und Blümel werken weiter an einflussreicher Stelle

Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein hat den Thinktank von Ex-Kanzler Sebastian Kurz aufgelöst und auch sonst eine möglichst schlanke, sprich kostengünstige Übergangsregierung versprochen. Das war nach den stark aufgeblähten Kabinetten samt großen Büros der Generalsekretäre in allen Ministerien unter Türkis-Blau auch ein Gebot der Stunde.

Nicht wenige Ex-Mitarbeiter von Kurz und seinem früheren Kanzleramtsminister Gernot Blümel sind nun doch wieder im Bundeskanzleramt beschäftigt. Und zwar an durchaus wichtigen Stellen. Das zeigt ein Blick in die neue Geschäftseinteilung des Kanzleramts, die dem KURIER vorliegt.

Bierlein holte sich beispielsweise mit Alexander Winterstein einen neuen Regierungssprecher. Doch der bisherige Sprecher von Türkis-Blau, Peter Launsky-Tieffenthal, ist weiter im Bundeskanzleramt tätig. Er leitet jetzt den „Informationsdienst“ mit 14 Mitarbeitern.

Schallenberg-Kabinett

Insgesamt sieben Kurz- beziehungsweise Blümel-Mitarbeiter wurden im Kabinett von Minister Alexander Schallenberg – ein enger Kurz-Vertrauter aus dessen Zeit als Außenminister – untergebracht.

Konkret trifft das beispielsweise auf den bisherigen Kabinettschef von Kurz, Bernhard Bonelli, zu. Oder auch auf seinen bisherigen stellvertretenden Kabinettschef Markus Gstöttner.

Dazu kommen andere bekannte Namen: Der frühere Generalsekretär unter Kanzler Kurz, Dieter Kandlhofer, ist nun Präsidial-Sektionschef im Kanzleramt.

Auch Blümel-Leute werden im Kanzleramt weiter beschäftigt, einer davon ist dessen früherer Kabinettschef Albert Posch. Er hat jetzt die Leitung einer eigenen Gruppe für „Grundsatzfragen und Rechtsdienst“ übertragen bekommen.

Und obwohl es einen eigenen Regierungssprecher und den speziellen Informationsdienst von Launsky-Tieffenthal gibt, leitet nun Bernd Pichlmayer die Gruppe I/A: Protokoll, Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit.

Pichlmayer stammt aus dem Kabinett Blümel und ist interessanterweise neben seiner Tätigkeit als Gruppenleiter auch noch Mitglied im Kabinett von Schallenberg. Dort werken auch Clemens Mayer-Harting oder Felicitas Herberstein, beide kennt man schon aus dem früheren Kabinett von Blümel. So wie auch Eva Gollubits. Sie ist nun im Kabinett von Bierlein.

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