Politik | Inland
08.05.2018

Trotz Kritik: Faßmann startet mit Deutschförderklassen

Bildungsminister Heinz Faßmann über seine Reformpläne zu Deutschklassen und NMS-Reform.

KURIER-Talk auf Schau-TV. Die von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) geplanten Deutschförderklassen haben mit den Stimmen von ÖVP und FPÖ den Unterrichtsausschuss passiert – mit viel Kritik der Opposition. Daniela Holzinger (Liste Pilz) berichtete nach dem Hearing, dass sogar die von den Regierungsparteien nominierten Experten den Plänen zu den Deutschförderklassen in Teilen negativ gegenüberstünden. Sowohl die damit verbundene Segregation der Schüler, als auch die Höchstanzahl von 25 Schülern pro Klasse seien kritisiert worden. Claudia Gamon von den Neos bezeichnete die Pläne von Schwarz-Blau als „reinen Marketingschmäh“. SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid kritisierte, dass bei der Integration gespart werde: „Wie das gehen soll, bessere Ergebnisse zu erreichen mit weniger Ressourcen, konnte im Ausschuss nicht geklärt werden.“

Faßmann selbst kalmiert im KURIER-Talk auf Schau-TV: Er beherzige die Kritik vor allem der Wissenschaft, sie sei aber nicht zutreffend: Etwa die, dass Kinder besser lernen, wenn sie nicht von Klassenkollegen zum Deutschlernen getrennt werden. Faßmann: „Wir machen einen Deutsch-Crashkurs, und keine Segregation der Kinder.“