Politik | Inland 08.02.2017

Thomas Stelzer: Der neue starke Mann in Oberösterreich

Nur noch über dem Wann stand bis zuletzt ein Fragezeichen. Das Wer war seit Jahren ein offenes Geheimnis. © Bild: APA/GEORG HOCHMUTH

Der 49-Jährige war schon lange als Kronprinz von Langzeithauptmann Pühringer gehandelt worden.

1 / 8
©APA/GEORG HOCHMUTH

Nur noch über dem Wann stand bis zuletzt ein Fragezeichen. Das Wer war seit Jahren ein offenes Geheimnis.

©honorarfrei/Land OÖ

Schon im März 2014 hatte sich Landeshauptmann Pühringer Thomas Stelzer als seinen Stellvertreter gewünscht - dafür wurde extra die neue Position des ersten Stellvertreters geschaffen. Seit Oktober 2015 war der 49-jährige Stelzer Landeshauptmannstellvertreter und damit Oberösterreichischer Quasi-Kronprinz.

©APA/WERNER KERSCHBAUMMAYR

Doch seitdem hieß es demütig warten. Warten auf die Landtagswahl 2015, die Josef Pühringer noch einmal als Spitzenkandidat anführte. Warten auf den Abtritt des Langzeithauptmannes.

©KURIER/Jeff Mangione

Vorbereitet hat sich Stelzer darauf schon lange. Der studierte Jurist und zweifache Familienvater aus Linz kann auf eine lange Karriere in der ÖVP zurückblicken, war ab 1986 bereits in der Jungen ÖVP Oberösterreich aktiv und ab 1989 Mitglied des Landesparteivorstandes der JVP. 1991 zog er in den Linzer Gemeinderat ein, 1997 in den oberösterreichischen Landtag.

©honorarfrei/Rudolf Laresser, 4174 Niederwald

2001 wurde er Landesparteisekretär-Stellvertreter, 2003 Geschäftsführer ÖVP Oberösterreich, 2009 Klubobmann des ÖVP-Landtagsklubs und 2015 schließlich Landeshauptmann-Stellvertreter. Der nächste Schritt mutet in der Rückschau nur logisch an: Landeshauptmann.

©/Privat

Auf Bundesebene ist Stelzer noch blass geblieben. Auf der Homepage der oberösterreichischen Landesregierung sind als persönliche Interessen Lesen, Skifahren und Musik angegeben.
Bild: Mit seinem Pendant aus Niederösterreich, der designierten Pröll-Nachfolgerin Johanna Mikl-Leitner

©/Josef Ertl

Zuletzt hatte er sich jedoch auch in der Kopftuchdebatte zu Wort gemeldet. In einer Aussendung von Anfang Jänner bewertete er die Forderung von Integrationsminister Sebastian Kurz nach einem Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst als "grundsätzlich positiv" und forderte eine "unaufgeregte Diskussion".

©honorarfrei/Land OÖ/Stinglmayr

Die Maßnahme könne positive Auswirkungen auf die Integration haben, so Stelzer. Als Bildungsreferent des Landes Oberösterreich machte er sich zuletzt auch für die Schulautonomie stark.
Bild: Die aktuelle oberösterreichische Landesregierung.

( kurier.at , kob ) Erstellt am 08.02.2017